Kategorie: Bruder Anselm

  • Für Anselm habe ich ein Brevier erstellt, dass ich mit dem Charakter im Spiel nutzen kann. In ihm finden sich unter anderem die Gebote der Götter, die Gebete, die Geschichte vom Werden der Welt, Schriften des Klerus, Aufbau der Kirche und was man sonst noch als Gedankenstütze brauchen kann.

    Das erste Buch in der Art habe ich ausgedruckt und dann in ein Skizzenbuch geklebt. Kann man machen, sieht aber irgendwie improvisiert aus. Dieses Mal habe ich mich daher dafür entschieden das Buch drucken zu lassen. Bestellt habe ich das Buch übrigens bei Sedruck. Die Datei habe ich via Mail hingeschickt und innerhalb weniger Tage – passend vor dem Ostercon – habe ich das Buch in den Händen gehalten.

    Und ich bin immer noch jedes Mal begeistert, wenn ich das Buch in den Händen halten. Hier ein paar Fotos, wobei die meisten Texte als auch die Skizzen von mir sind:

  • 12.03.2017


    13.03.2017


    25.03.2017


    26.03.2017


    28.03.2017


    31.03.2017


    01.04.2017

  • Nach einer kleinen, ambulanten Operation am letzten Mittwoch habe ich die Zeit genutzt und die inzwischen angekommenen Stoffe noch mal gewaschen, bevor ich dann heute mit dem Zuschnitt bekommen habe. Da die mittelalterlichen Schnitte meist recht einfach gehalten sind reicht hier im Normalfall sich selber ausmessen und dann aufzeichnen und loslegen. Nur für die Weste, die ja über den Gambeson passen muss, habe ich erstmal mit günstigem Stoff (Bomull von IKEA) ein Schnittmuster gemacht und anprobiert bzw. bei der Anprobe noch was geändert.

    Jetzt muss ich nur noch den Futterstoff für die Weste und die zwei Gugeln zurecht schneiden, dann kann es (außer mit der Stola, die ganz unten auf der Liste steht) losgehen. Ich muss nur daran denken, dass ich die Applikationen aufnähe, bevor ich den Ober- und den Futterstoff zusammen nähe, da ich die Stiche später nicht mehr sehen möchte.

    Wie auf der neuen Skizze zu sehen ist hat sich die Weste doch wieder verlängert, um eine Annäherung an eine priesterliche Robenoptik herzustellen. Außerdem habe ich die Applikationen für die Scheinärmel – der Orktrutzer Keiler und einen Bluthundschädel – heute festgelegt. Auch wenn ich wegen der ganzen Zacken wahrscheinlich öfters fluchen werde.

    Was den neuen Namen für Anselm, also ein Blutname, angeht, bin ich leider noch nicht weiter gekommen und warte noch auf die richtige Eingebung. Aber derweil sitze ich immer mal wieder (wenn die Muse mich küsst) an dem neuen Brevier der Kirche Vashankas. Ergo sowohl an Gebeten als auch an Skizzen, die dann die freien Bereiche im Gebetsbuch schmücken sollen. Hier sind ein paar dieser Skizzen schon mal zu sehen:

  • Heute kamen endlich die restlichen Pakete, auf die ich gewartet habe, an. Zum einen die Stofflieferung von Aktivstoffe, so dass ich Ende der Woche mit dem Nähen beginnen kann. Aber auch das Paket mit dem über eine Mittelalter-Flohmarkt-Gruppe auf Facebook erstandenen gebrauchten Gambeson. Der war auch wichtig, weil die Maße mit Gambeson ja entscheidend sind für den Schnitt der geplanten Weste. Aber ich war auch total heiß drauf mal die Plattenteile mit dem Gambeson richtig anzuprobieren.

    Und was soll ich sagen: Es ist der Hammer! Klar, dass ich direkt noch ein paar Fotos mit Selbstauslöser (das Teil, was sich immer irgendwo in einer Hand befindet) gemacht habe – auch, damit Du sehen kannst, wie es wirkt. Ich für meinen Teil bin immer noch hin und weg und kann mich kaum sattsehen. Nicht nur, weil ich so verdammt gut aussehe (Okay, auch deswegen), sondern weil es einem Vashankakleriker von der Front einfach schon so verdammt nahe kommt. Der Blutvogt wird erwachsen, wenn Du verstehst, was ich meine.

    Ein paar Anmerkungen und Gedanken:

    • Die Brünne (ergo Gildas altes Kettenhemd) fällt weg. Der Gambeson muss reichen, denn die Brünne bekomme ich eh nicht mehr drüber.
    • Auf die linke Brust vom Gambeson kommt noch das Zeichen Vashankas, die Axt-Rune, wenn ich mit der Nadel durch komme.
    • Anders als in den Skizzen werde ich die Weste komplett unter den Plattenteilen tragen, denn den Kragen drunter und die Schultern drüber sehen gezeichnet vielleicht gut aus, sind aber praktisch nicht umsetzbar, wenn es ums An- und Auskleiden geht.
    • Die Orktrutzer Gugel trägt er natürlich erst, wenn er nach Orktrutz versetzt wird (was ggf. Mitte des Jahres erfolgt), aber in der Form wird ja auch die Vashanka-Gugel geschnitten sein. Ergo einfach mal in Dunkel mit der roten Axt-Rune vorstellen.
    • Die Schultern noch mal prüfen, ob ich sie auch richtig befestigt habe. Außerdem brauchen die Lederriemen weitere Löcher und ich werde sie auch ein wenig kürzen.
    • Bei den Fotos hatte ich meine schwarze Leinenrobe drunter, die für den Zweck auch funktioniert, wie ich festgestellt habe. Vielleicht klimatisch sogar besser als eine Leinentunika und eine Canvastunika. Muss ich noch mal drüber nachdenken, ob nicht eine kurze schwarze Leinentunika für unter den Gambeson doch noch drin ist.
    • Wenn noch genug dunkel-anthrazit Wolle und graues Leinen übrig ist, werde ich mir vielleicht auch noch eine neue Bundhaube machen.
    • Ich glaube ich sollte mir mal Gedanken machen, wie man einen Ledergürtel verranzt – oder hat Jemand hat Tipps für mich.
    • Stulpenhandschuhe müssen auf jeden Fall noch sein, aber ich glaube ich werde diese „aufrüsten“ mit den zu Kragen und Schultern passenden Panzerhandschuhen (hier).
    • Es stellt sich immer noch die Frage, ob ich mir nicht auch noch einen brünierten Helm zulegen sollte. Aber bisher habe ich auch noch kein Model gefunden, das mir gefallen hätte.

    Hier der Aktuelle Stand – wenn auch noch in Arbeit – im Vergleich zu den bisherigen Entwickungsschritten von Anselms Kleidung und Ausrüstung. Dabei fällt mir auf, dass es wirklich noch ein paar wichtige Dinge braucht, wie die Zeichen der Gottheit und die Stola, um Anselm 4.0 auch als Kleriker erkennbar zu machen. Und vielleicht verdient er sich (weil das Gesicht irgendwie noch so „leer“ aussieht) bei irgendeinem Con noch eine Narbe von der Stirn bis auf die Wange. Aber ich schweife ab – hier die bisherige Entwicklung:

  • Jipieh, die Plattenteile für Anselm sind da – Dank Thilo, den die Blaulageristen eher als Kerlon Bloom von Bloom’s blauem Banner kennen, der hier mitgelesen hat und genau die von mir gewünschten Plattenteile eh verkaufen wollte. Wie man auf den Fotos sehen kann sind sie nicht neuwertig, sondern gebraucht. Anders gesagt: Sie haben Dellen und Flugrost – ergo Patina. Was einem kampferfahrenen Vashankapriester gut zu Gesicht steht.

    Auf die rechte Schulter soll irgendwann der Bluthundschädel drauf. Derzeit denke ich darüber nach die große Schulterplatte auf der linken Schulter noch mit roten Zeichen, Symbolen oder Segenssprüchen zu bemalen. Dafür werde ich sie etwas reinigen und vielleicht den dortigen Rost entfernen (aber nur vielleicht). Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage, was für Farbe ich nehmen und ob ich die Platte davor noch extra behandlen muss. Freue mich diesbezüglich um Tipps.


    Die Sache mit dem Namen

    Als ich Anselm im Jahr 2007 konzipiert habe entschied ich mich ganz bewusst gegen einen Schlachtenwüter und für einen Blutvogt. Weil ich damals eben nicht wild in jede Schlacht rennen, aber trotzdem einen Vashankakleriker spielen wollte. Daher wurde Anselm ein Rechtsgelehrter und war stark am historischen Mönch orientiert. Nur halt mit einem Richtschwert, um auch mal als Scharfrichter tätig zu sein. So war er auch bei dem Con in Solania vor einigen Jahren nur ein- oder zweimal im Kampf, während er die meiste Zeit gebetet oder Schriften übersetzt hat.

    Dieser Ausrichtung des Charakters als gelehrter Mönch, der primär dem Aspekt des Rechts und des Schutzes dient, folgte natürlich auch die Namenswahl: Anselm, was frei übersetzt „unter dem Schutz der Götter“ bedeutet.

    Seitdem habe ich ihn einige Jahre nicht mehr gespielt und wir von der LandesOrga haben entschieden die Vashankakirche zum Ursprung zurück zu führen. Daher gab es Intime vor etwa zwei Jahren den Dunkeltanner Blutkonvent, dem eine Kirchenreform folgte. Im Rahmen dieser Reform wurden die Aspekte Vashankas auf die alten, nicht unbedingt netten Punkte reduziert – dabei fielen die Aspekte Schutz und Recht weg. Mit Anselm, der genau auf diesen beiden („friedlichen“ und weichen) Aspekten aufgebaut war, musste ich mir ergo was Neues überlegen.

    Letztendlich habe ich entschieden den Charakter diesen harten Schritt seiner Kirche mitgehen zu lassen. Dass mir das auch im Spiel, in seiner logischen Umsetzung von mehr Härte, Leidenschaft (durchaus an der Grenze zum Jähzorn) und Kampfeslust (bis zu Ausbrüchen von Berserkertum), Spaß macht habe ich beim Pahia-Larpi (Reisebericht hier) getestet. Erfolgreich. Agieren statt reagieren. Handeln statt Reden. Großartige Sache. Läuft.

    Entsprechend wird er jetzt auch ausgerüstet. Was mich aber jetzt schon seit Wochen stört ist der Name meines Charakters: Anselm. Gegenüber den Namen anderer Spieler-Charakter der Kirche Vashankas wie Valgard, Arlen und Skôrn ist der Name Anselm einfach viel zu weich. Nicht nur in der Relation, sondern auch alleinstehend im Klang. Wenn ich den Namen höre, dann denke ich an einen Mönch in einer Bibliothek. Das mag früher gepasst haben, als der Charakter noch der „weichen Seite“ der Kirche angehört hat. Aber diese gibt es nicht mehr. Und diese weiche Seite gibt es – zumindest in der früheren Form – auch bei ihm nicht mehr.

    Eine Erkenntnis setzt sich immer stärker durch: Ich bin mit dem Namen „Anselm“ total unglücklich und will für den Charakter einen neuen Namen!

    Outtime ist der Name auf dem Charakterbogen grundsätzlich schnell ausgetauscht, aber wie ändert man den Namen Intime? Dass der Charakter jetzt einige Jahre nicht bespielt wurde und auch von den aktiv bespielten Charakteren in Dorlónien nur noch recht wenige den Charakter aus früheren Zeiten kennen, macht es natürlich einfacher – aber einen IT-Grund muss es trotzdem geben. Natürlich wird es Situationen geben, in denen man diese Geschichte auch IT erzählen muss, da man ja immer wieder auf Personen trifft, die den Charakter noch von früher kennen. Daher muss sie stimmig sein.

    Erst meine Frau brachte mich heute auf eine mögliche Lösung: ein Kampfname. Ein Kampfname (frz. Nom de guerre) ist ein Pseudonym, das sich eine Person zulegegt oder ihr zugeschrieben wird, um eine Identifikation mit seiner Person oder den Zielen der Bewegung, für die er kämpft, herzustellen. Ein alternativer Name, den sich jemand sich für seine Auseinandersetzungen zugelegt hat. Passt!

    Jetzt gilt es mir Gedanken zu machen, wie der Kampfname sein soll und wie er an den Kampfnamen gekommen ist. Sinnvollerweise hängt er mit seinem über einjährigen Dienst an der Ostfront des Reiches gegen die Orken zusammen bzw. mit einem Ereignis, das dort stattgefunden hat. Auch die Frage, ob er ihn sich selber gibt oder in der Abtei erhält, muss ich noch klären (auch wenn ich zur zweiteren Lösung tendiere). Es wäre auch möglich das irgendwie mit der Kirchenreform zu verbinden. Mal schauen.

    Bei einem ersten Blick in die Liste alter Vornamen sind zumindest schonmal diese (meiner Ansicht nach härter klingende) Namen hängen geblieben: Berengar, Einar, Arnar, Guntram, Hartgar und Ivar.

    Und jetzt werde ich erstmal etwas darüber nachsinnen …

  • Nachdem ich jetzt noch ein paar Mal drüber geschlafen habe ist die Entscheidung über das neue Outfit von Anselm nun endgültig gefallen. Fast alle Sachen außer dem Stoff sind indessen bestellt und auch diese Bestellung wird noch diese Woche rausgehen. Stichtag zur Fertigstellung und zum Auftritt von Anselm in den neuen Klamotten ist dann am Ostercon. Und so soll es dann aussehen:

    A Die Kopfbedeckung

    Selbst genäht; Wollstoff „Hannah“ Dunkel-Anthrazit, Futter aus Leinenstoff „Holmar“ Schiefergrau, Applikation Axt aus Wollstoff „Gaby“ Rubinrot

    B Die Kleidung

    Die Reisekleidung von Anselm besteht aus:

    • Untertunika, selbst genäht, Leinenstoff „Holmar“ Dunkelrot, Langarm, ggf. schwarze Handnähte
    • Tunika, Mytholon-Tunika Gadaric aus Canvas, schwarz, verziert mit roten Handnähten an den Rändern, aufgenähte rote Axt auf der linken Brust
    • Gambeson, gebraucht gekauft, Mi-Parti Schwarz-Rot, ggf. ohne Ärmel getragen
    • Weste mit Scheinärmeln, Weste aus Wollstoff „Hannah“ Dunkel-Anthrazit, Scheinärmel Dorlónien aus Wollstoffen „Gaby“ Curcuma und „Hannah“ Grau-Melange, Scheinärmel Vashanka aus Wollstoffen „Hannah“ Dunkel-Anthrazit und „Gaby“ Rubinrot, Weste und Scheinärmel gefüttert mit Leinenstoff „Holmar“ Schiefergrau, Applikationen aus Wollstoff „Hannah“ Rubinrot, Säume mit roten Handnähten
    • Schwarze Stoffhose (vorhanden)
    • IT-Stiefel (vorhanden)
    • Brünne (vorhanden)
    • Plattenkragen und Plattenschultern Markward, brünierte Ausführung, gebraucht gekauft (Foto)
    • Stulpenhandschuhe, schwarz – müssen noch ausgesucht und bestellt werden

    C Die Vashanka-Gugel

    Gugel in der Form der „Orktrutzer Gugel“ aus Wollstoff „Hannah“ Dunkel-Anthrazit, gefüttert mit Leinenstoff „Holmar“ Schiefergrau, Applikation Wollstoff „Gaby“ Rubinrot, wahrscheinlich mit roten Handnähten

    D Die Stola

    Stola aus Leinenstoff „Holmar“ Dunkelrot, gefüttert mit Leinenstoff „Holmar“ Schiefergrau – was die Symbole, Verzierungen, Stickereien (?), etc. angeht bin ich aber noch sehr unschlüssig …

    E Die Blutkette

    Die Gebetskette muss ich noch basteln und das Gebet dafür fertig schreiben. Die bleibt aber (nachdem meine Frau die Gebetskette von Hetja im Wald verloren hat) meist in der Umhängetasche. Die Tasche ist übrigens hier nicht aufgeführt, aber es handelt sich um eine schwarze Canvas-Umhängetasche von Mytholon, die ich mit roten Handnähten versehen habe. Die soll aber auch noch Knöpfe zum Verschließen erhalten.

    F Die Axt

    Diese formschöne Axt vom Handelshaus Rabenbanner steht schon ein paar Monate bei mir und wird auf dem Ostercon wohl das erste Mal zum Einsatz kommen. Die Doppelblattaxt vom Pahia-Con werde ich aber auch vorsichtshalber als Reserve mal mitnehmen. Sicher ist sicher.

    G Das Weiheband

    Als ich vor einigen Jahren das erste Mal mit Anselm Waffen geweiht habe, habe ich jeder geweihten Waffe ein Segens- bzw. Weiheband umgebunden. Weiß natürlich, da ja geweihte Waffen mit einem weißen Band gekennzeichnet werden sollen. Damit habe ich das regeltechnisch Notwendige ins IT-Spiel übertragen. Das würde ich gerne wieder machen, aber die alten Bändern sind nicht nur verschlissen, sondern entsprechen mit ihren rudimentär genähten Bändern und dem mit Stoffmalfarbe aufgemalten Sprüchen und Symbolen nicht mehr ganz meinen Ansprüchen. Wer ergo eine Idee hat für gut aussehende und preiswerte Weihebänder: Her damit!

    H Das Brevier

    Das Brevier muss bis zum Ostercon fertig geschrieben und gedruckt werden. Immer mal wieder bin ich dabei die die Texte zu formatieren und in ein schönes Layout zu bringen, neue Gebete und Geschichten zu schreiben, Zeichnungen anzufertigen, … es bleibt aber auf jeden Fall noch gut zu tun.

    Alle aufgeführten Stoffe bestelle ich übrigens bei aktivstoffe.de – wie eigentlich fast alle von mir verwandten Stoffe. Und jetzt wird in die Hände gespuckt und los gelegt … 😉