Zeit der Legenden 2012 !?

Von Askir von der See|5. Januar 2012|

Plötzlich erwacht man in der ersten Drachenwelt. Von den Drachen (meist von einem) wurde man in die Stadt „Weltenwacht“ entsandt, um dort … Dinge zu tun. Für den Drachen, der einen dorthin entsandt hat. Rätsel lösen, Kämpfe ausfechten, Diplomatie betreiben, Rituale vollziehen – oder einfach einen oder zwei Becher heben. Und je nachdem wie schlau oder wie blöd sich die Spieler anstellen passiert etwas, das dann auch Auswirkungen auf das Drachenfest hat. Das ist im Groben das, was auf dem „Zeit der Legenden“ mit einigen hundert Spielern und NSCs passiert.

Gemeinsam mit Fion war ich letztes Jahr im verrufenen Hafenviertel von Weltenwacht, der Nebelstadt. Natürlich mit Askir und der Intention Urlaub zu machen, indem ich rumschlendere, hier was futtern, da was trinken und mir das Ganze einfach mal anschaue. Mitspielen ja, aber mit Abstand zum Plot. Natürlich hat das nur halb hingehauen, als ich nach zwei Tagen stellvertretender Legat der Nebelstadt wurde und damit den Stadtteil im Rat der Stadt vertreten musste (als vermutlich einziger kompletter SC). Trotzdem war es echt müßig und durch die familiäre Stimmung in der kleinen Nebelstadt mit gerade mal etwa 30 Spielern auch lustig.

Im Endeffekt war ich von dem Con einfach begeistert und für mich stand danach fest: Da gehst Du wieder hin.

Indessen bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob ich wieder mit Askir in die Nebelstadt gehen sollte. Erstmal wegen dem beschriebenen Status von Askir (Klick). Zum Zweiten, weil ein Con, auf das man zum ersten Mal gewesen ist und man total begeistert war, nie wieder so gut werden kann – zumindest nicht, wenn man auf gleichem Wege versucht dort seinen Spaß zu haben. Und zum Dritten, weil sich das Blaue Lager auf dem Drachenfest verändert hat.

Den letzten Punkt muss ich kurz erläutern: War es bis vorletztes Jahr noch das Feierlager ohne jede Aussicht auf den Sieg hat sich das 2011 geändert. Was das Lager auf die Beine gestellt hat war schon toll, aber es ist nicht mehr der Urlaub wie noch 2010. Zudem ist mir klar geworden, dass man als Einzelperson gegen die etablierten Personen und Gruppen (die sich ihr Ansehen über Jahre erspielt und damit auch sicher verdient haben) nur schwer ankommt, wenn man nicht zumindest vorher im OT-Forum ebenfalls aktiv war. Es ist sicher nicht abwegig zu vermuten, dass dieser Ehrgeiz auch in der Nebelstadt zu spüren sein wird und ggf. etablierte Personen und Gruppen dort aktiver sein werden als bisher.

So nette Leute ich in der Nebelstadt auch kennen gelernt habe , weiß ich aus den vorgenannten Gründen nicht, ob ich da auch 2012 hingehen sollte. Gar nicht zum ZdL zu fahren ist doof, weil meine Frau auf jeden Fall wieder mit den Magoniern hinfährt, wo sie auch letztes Jahr gelagert hat, und es schön fände, wenn ich zumindest auch da rum laufe.  Einen magonischen One-Shot-Charakter zu bauen und in die Sturmstadt zu gehen, sagt mir auch nicht wirklich zu, zumal es mir erstmal reichen wird Mathras auszustatten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es stehen an sich drei Optionen zur Wahl. Zum einen mit Askir in die Nebelstadt zu fahren, auch wenn ich dafür nur eine gerine Motivation habe (obwohl es mir wegen der total tollen und netten Nebelstadtspieler, die ich kennen lernen durfte, etwas leid tut). Zum Zweiten gar nicht hinzufahren, wobei es auch doof ist daheim oder im Büro zu hocken, während meine Frau auf dem ZdL ist. Zum Dritten mit einem anderen Charakter hinzufahren.

Bei der dritten Option ständen zwei Charaktere zur Wahl: le Capitaine Myron Louis Armand du Paix d’Auras von der dorlónischen Handelskompanie (für Nebelstadt) und Reichsritter Mathras von Orktrutz (für Sturmstadt). Beide Charaktere haben aber eine Vorbehaltsklausel: Warum reist ein Kapitän ohne Crew und ein Reichsritter ohne Gefolge bzw. Begleitung?

Da die Charaktere sozusagen im Schlaf von den Drachen in die erste Drachenwelt und nach Weltenwacht entsandt bzw. „vesetzt“ werden ist es eigentlich erklärbar, warum man selbst als Kapitän oder Ritter plötzlich alleine da rumsteht*.  Nur sich einbringen ist natürlich als Einzelperson immer schwieriger (gerade in so großen Stadtteilen wie zum Beispiel Sturmstadt) und außerdem liegt der Reiz natürlich auch im Spiel in der Gruppe und mit Freunden.

Ich danke schonmal allen, die sich bis hierhin durch den Text gekämpft haben und es würde mich echt interessieren, wie Du das siehst.

*Was einen auch zu dem Punkt führt, warum die ganzen Leute mehrere Kleidungsvarianten dabei haben und neben der Reisekleidung dann noch Rüstungen. Ob die Drachen den Kleiderschrank der Charaktere auch direkt mit nach Weltenwacht versetzen?

4 Kommentare

  1. Bedenke, mein lockiger Freund,
    das gerade auf solchen Cons (also Festivalcons) Dich die Leute die Du kennst Dich stark mit dem Charakter in Verbindung bringen, mit dem Sie Dich kennengelernt haben.

    Ging mir jedenfalls auf dem letzten Mythodea so und so war es auch zu früheren Zeiten, als mich die meisten noch als Radieschen kannten.

  2. Lockiger Freunde … so hat mich lange niemand mehr genannt 😉

    Ja, das stimmt wohl. Scheinbar gehen die meisten Leute davon aus, dass man eine Conreihe auch mit einem bestimmten Charakter spielt (außer vielleicht er stirbt auf der selben Con, so dass es alle mitbekommen).

    Nur wenn ich auf den Char wenig Lust habe – sollte ich es dann besser sein lassen hinzugehen?

  3. Na, mach doch einfach das, worauf Du am meisten Lust hast, Curley-H.

  4. Das ist an sich ein Rat, der immer passt 🙂

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