Reichsritter: Die Überlegungen gehen weiter …

Auch wenn das Jahr im Büro gerade sehr stressig anfängt (und ich schon etliche Überstunden habe und sogar das Wochenende auf der Arbeit verbringen werde) finde ich doch noch etwas Zeit mir weitere Gedanken über die Ausstattung von Mathras zu machen. Das bedeutet auch, dass ich den ersten Schock beim Aufstellen der Liste von dem Zeug, was ich benötigte, nach Bepreisung der Sachen bekommen habe. Eins ist mir dabei aber auf jeden Fall klar geworden: Die Entscheidung erst „nur“ die Reisekleidung zu machen und das Zeug für den Kampf bzw. Krieg auf die zweite Jahreshälfte zu verschieben ist eine verdammt gute Idee.

Außerdem bin ich bei einer anderen Frage, die ich hier mal gestellt hatte, näher an eine Entscheidung gekommen. Es ist zumindest eine Tendenz spürbar. Auch wenn sich die meisten Kommentare für die Beibehaltung der Ohrprothese aussprechen, tendiere ich derzeit dazu IT mit Mathras einen Leylindatempel aufzusuchen, um es mir nachwachsen zu lassen. Auch wenn ich damit ein Mahnmal und ein Markenzeichen verlieren sollte sind es drei Gründe, die mich zu diesem Schritt bewegen: 1. Die blöden Kommentare zum „Einohrritter“, die ich auch schon IT gehört habe, würden wohl aufhören. 2. Ich muss mich nicht noch mit der Herstellung eines adäquaten Latex-oderwasauchimmer-Teil herumschlagen (habe auch so noch genug zu tun). 3. Es ist einfach unbequem auf Con das Ohr an- und abmachen zu müssen und spätestens mit dem Anziehen eines Helmes könnte es problematisch werden.

Auch über die Kleidung von Mathras von Orktrutz habe ich mir weitere Gedanken gemacht. Mit den bisherigen Entwürfen (Klickst Du hier!?) war ich hinsichtlich der Tunika nicht sonderlich zufrieden. Für einen Ritter ist sie zu schlicht. Ein Bauer würde sie vielleicht nicht in weiß tragen, aber den Schnitt hat echt jeder Abenteurer. Wie man in der Skizze unten erkennen kann ist im Laufe der Überlegungen aus der Tunika eine Cotte geworden, die vorne komplett geknöpft wird. Ebenso an den eng zusammenlaufenden Ärmeln, wie es im Hochmittelalter durchaus üblich war (Kuckst Du hier!?). Außerdem wird sie unten um einiges weiter, so dass sie in Falten fällt. Schließlich kann man sich mehr Stoff leisten, wenn man Ritter ist. Oder sollte man zumindest. Daher ist die Cotte auch länger, als es die zuerst entworfene Tunika war. Die Cotte wird weißen Oberstoff und einen kontrastrierendes Futter (wahrscheinlich Gelb) erhalten.

Unter der Cotte wird eine einfache, weiße Surcotte getragen, die zur Beweglichkeit auch einen Reiterschlitz aufweisen wird. Ob ich sie aber füttere weiß ich noch nicht (aber ich befürchte es fast, weil es einfach besser aussieht). Ebenfalls ist für mich noch zu klären, wie ich das mit dem Wappen mache, aber ich vermute es wird auf ein Gürtelbanner hinaus laufen. Darüber kommt grundsätzlich erstmal der Gardecorps, der ja schon auf meinen ersten Kleidungsskizzen zu sehen war.

Als oberste Lage dann ein 3/4-Mantel, der vorne oder auf der Schulter (ja, das wurde im Mittelalter meist dort geschlossen getragen – wohl um den Schwertarm frei zu haben) mit Knöpfen geschlossen wird. Derzeit geht die Tendenz dazu ihn aus schwarzer oder dunkelgrauer Wolle zu fertigen, das mit gelben Leinenstoff gefüttert ist. Auf dem Mantel prangt natürlich das Banner von Orktrutz. Als Kopfbedeckung bleibt die Bundhaube.

Wie ich schon mal geschrieben habe (mindestens einmal zumindest) machen die Details viel aus. Daher kommt an den Langgürtel auf Dauer neben einer Nierentasche noch Messer und Pfriem sowie, wie auf den Skizzen zu sehen, ein Almosenbeutel für die Münzen und Kleinkram. Für die größeren Sachen, die man mal mitschleppen möchte, werde ich mir dann noch eine Pilgertasche nähen. Mehr will ich gar nicht zum mitschleppen, denn ehrlich gesagt nervt mich zuviel Gebamsel – vor allem am Gürtel*.

Da meine Frau indessen angefangen hat auch ihren Charakter Gilda Rothaar, die Waffenmeisterin der Mark Orktrutz, neu auszustatten stehe ich übrigens gerade vor der Frage: War und ist Gilda der Sidekick von Mathras oder ist es andersherum? Wer ihre Arbeit an ihrem ältesten Charakter, der Halb-ZwerginDraschim Gilda, verfolgen möchte kann das übrigens hier in ihrem Blog im LarpeR-Ning machen.

*Was bin ich froh keinen Magier zu spielen, der haufenweise Zeug mit rum schleppen muss. Da ist Mathras als regeltechnisch reiner Kämpfer echt einfacher.

2 Gedanken zu „Reichsritter: Die Überlegungen gehen weiter …

  1. Das neue Gewandungskonzept ist tatsächlich edler, allerdings finde ich die weiße Cotardie zu schlicht. Das Weiß passt freilich zum Farbkonzept des Mantels, allerdings meine ich, dass Erstere eben das Kernstück der Gewandung ist – demnach sollte sie auch die Wappenfarben schön gespalten wie im ersten Entwurf darstellen. Der Mantel wird schließlich auch mal abgelegt bzw. sommers gar nicht getragen.
    Die weiteren Accessoires sind außerdem toll!

  2. Schon jetzt ist abzusehen, dass die einzelnen Gelb-Stoffe nicht den selben Ton haben werden. Das anzunehmen ist illusorisch. Die Frage stellt sich, wie viele Gelbtöne man kombinieren will. Aus dem Grund will ich nicht noch einen möglichen Gelbton reinbringen. Zumal übereinandergetragen alle Kleidungsstücke von der selben Färbung meiner Ansicht nach zuviel ist.

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