Reichsritter: Die Waffen

Von Askir von der See|3. Januar 2012|

Ein Ritter braucht nicht nur Kleidung, die seinen Stand ausdrückt, sondern eine Waffe. Im Falle des Ritters natürlich das Schwert, das als ritterliche Waffe gilt. Sie gehört zu ihm und an sich wird es ihm selbst in Gefangenschaft oder zu Gesellschaften gelassen, wo der „Pöbel“ seine Waffen ablegen bzw. abgeben muss – zumindest solange er sein Ehrenwort gibt, dass er sie nicht oder nur zu seiner eigenen Verteidigung oder der Verteidigung seiner Gefährten (oder natürlich einer hohen Dame) nutzt. Das ist natürlich gerade im Larp oft nur schwer durchzusetzen, auch wenn ich zumindest sagen kann, dass ich es mit Mathras zumindest einmal geschafft habe, als ich mit meinem Schwert ins Graue Lager auf dem Drachenfest eingelassen wurde, während meine nicht-ritterlichen Gefährten ihre Waffen ausnahmslos abgeben mussten.

Wie dem auch sei: Ich habe mich indessen fast endgültig entschieden. Es wird ein schlichtes Ritterschwert werden – zumindest soll es das werden, wenn der Larp-Waffenbauer es umsetzen kann und es preislich im Rahmen liegt. Dann wird es ein Anderthalbhänder werden, das aber stilistischer eher an ein Breitschwert und nicht an ein Langschwert angelehnt ist. Ein Schwert, wie es auf dem nebenstehenden Bild zu sehen ist (das man übrigens mit einem Klick auf das Bild auch größer betrachten kann).

Das Schwert wird dann eine Gesamtlänge von ca. 110 cm bei einer Klingenlänge von ca. 89 cm aufweisen. Die Klingenbreite beträgt (in der Schaukampfversion zumindest) ca. 5 cm. Das normale Gewicht von ca. 1600 g wird die Polsterwaffe wohl nicht erreichen, aber ich habe – wie auch schon bei der Klinge von Anselm – vor eine Extraportion Bleiband mit einbauen zu lassen, um „etwas in der Hand zu haben“.

Heute bin ich eigentlich mehr aus Zufall über eine weitere Waffe gestolpert, die ich mir für Mathras gut vorstellen könnte: Die Mordaxt. Um 1400 wurde mit „Le Jeu de la Hache“ sogar ein Buch über den Kampf mit dieser Waffe, die vor allem gegen geharnischte Gegner eingesetzt wurde, geschrieben. Sie ist etwa Mannshoch (ca. 150-180 cm) und hat in der Realität ein Gewicht von ca. 4 kg. Hier ein Bild aus besagtem Buch über die Technik des Kampfes mit der Mordaxt:

Unten noch ein Bild der Mordaxt im Detail des oberen (und gefährlichen) Bereiches. Auch wenn sie im Larp nicht weit verbreitet ist, so habe ich sie doch schon auf einigen Fotos gesehen. Ergo ist sie als Polsterwaffe realisierbar. Jetzt muss ich nur noch nachfragen, was die kosten soll und übe jetzt schon die Atemtechnik für die zu vermutende Antwort. Ist aber auf jeden Fall in der engeren Wahl, wenn es im Laufe des Jahres zur weiteren Ausstattung von Mathras für das Schlachtfeld kommen wird.

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