Die Mark Nordwacht

Von Askir von der See|24. Januar 2015|

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Allgemeines über die Mark Nordwacht

Die Mark Nordwacht ist eine der größten Marken des Reiches Dorlónien und blickt auf eine lange und ruhmreiche Geschichte zurück. Die Mark erstreckt sich vom Nordwall und der Barbarenpforte im Norden bis zu der Mark Dualdon und dem Dunkelforst im Süden, von der Firnsee im Westen bis zum Greifengebirge im Osten. Über vierzehntausend Menschen leben, arbeiten und dienen in der Mark. In der Burg, den Festen, den Städten, Dörfern, Gehöften und Weilern.Aufgeteilt ist die Mark in die Junkereien Nordwacht, Dunkeltann, Muschelstrand und Nebelmoor, wobei erstgenannte Junkerei vom Ritter, von der Burg aus, selbst verwaltet wird. Die größten Städte sind Dunkeltann und Muschelstrand. In Ersterer steht eine der bedeutendsten Abteien der Vashanka-Kirche, in der Zweiten ein bedeutender Tempel von Wagoedir.

Die Landschaft ist weitestgehend vom Wechsel von Graslandschaft und Wäldern geprägt, weist aber andere Landschaftsformen auf. Die schroffen Felsen und sanften Strände am Ufer der Firnsee. Die Hügel im Norden, die in die steilen Hänge und felsigen Grate des Nordwalls übergehen. Und das große Fehn, welches den Namen Nebelmoor trägt, und um das sich viele schaurige Geschichten ranken.

Die Mark Nordwacht stellt das Bollwerk des Reiches gegen die wilden Barbarenstämme an den nördlichen Grenzen dar. Immer wieder kommt es zu Kämpfen, bei denen sich die Streiter Dorlóniens im Nordwall und in der Barbarenpforte gegen die Wilden erwehren müssen. Kein Wunder, dass nur wenige – von der normalen Bevölkerung als sonderlich angesehene – Menschen im Nordwall siedeln. Und die Brache der, zwischen dem Nordwall und dem Greifengebirge gelegenen, Barbarenpforte ist fast menschenleer – abgesehen von den Waffenknechten der Mark und des Reiches sowie einigen Händlern, die im Handel mit den Barbaren ihr Glück suchen und nicht selten den Tod finden.

Als Lehnsvasall des Reichsherrn regiert seit dem Jahre der neuen Ordnung Reichsritter Brogar von Nordwacht, der als Ritter Brogar ak Glodwan mit seiner Lordschaft in das heutige Dorlónien kam und mit ihm Seite an Seite wider dem Zwielicht stritt, über die Mark. Brogar, auf Grund seiner Statur und seines Gemüts auch „der Bär“ genannt, ist als strenger, aber gerechter und volkstümlicher Ritter bekannt und auch im einfachen Volk beliebt.

Die Geschichte der Mark Nordwacht

Es war einmal das Imperium von Ramar, das viertausend Götterläufe vor unserer Zeitrechnung – nach dem Fall Argarths – gegründet wurde. Zur Nordmark dieses Imperiums zählte auch das heutige Reich Dorlónien. Nur wenige Tagesreisen südlich des Weltenrandgebirges, hinter dessen steilen Bergen die Reste der dämonischen Armeen bis zum heutigen Tage hausen, wurden etliche Burgen und Befestigungsanlagen erbaut. Zur Reihe der nördlichsten Festen zur Wacht wider dem Zwielicht zählte, neben Burgen wie Fornbôr und Nordfrost, die Feste Nordwacht.In Wachsamkeit wider dem Feind im Norden überdauerte die Feste und das Imperium annähernd zweitausend Götterläufe, bis Orken die langsam hervortretende innere Schwäche des Imperiums nutzend in die Länder einfielen. Etwa zweitausend Götterläufe vor unserer Zeitrechnung fielen viele Burgen und Festen der Nordmark, bis sie nach der Eroberung von Burg Orktrutz aufhörte zu existieren. Von der nördlichsten Verteidigungslinie war nur Nordwacht übrig geblieben.

Der westliche Teil der Nordmark des Imperiums, die Provinz Dorlóniæ, ist als einzige Bastion im Norden des Imperiums bestehen geblieben, was nicht zuletzt dem heldenhaften Kampf wider einem großen Orkenzug vor den Mauern von Amhas unter der Führung des Heiligen Xandros zu verdanken ist. Ein Kriegszug des Orkengezüchts, der jedoch das weit im Norden gelegene Nordwacht nicht sonderlich betraf.

Auch während die Fürsten des Imperiums begannen sich gegeneinander zu wenden blieb Nordwacht durch seine Lage und vermeintlichen Provinzialität verschont. Eintausendfünfhundert Götterläufe vor unserer Zeitrechnung, nachdem schon die West- und die Südmark des Imperiums von den Horden des Zwielichts erobert waren, brach der Kontakt der Provinz Dorlóniæ nach Ramar für immer ab.

Irgendwann im Laufe der Jahrhunderte hatten sich im Gebiet zwischen der Burg Nordwacht, dem Weltenrandgebirge und der eisigen See Barbarenstämme angesiedelt, über deren Herkunft und Ursprung nur Legenden aus alter Zeit vage Berichte geben. Schon von Beginn der Besiedlung an waren diese Wilden den Menschen der Provinz Dorlóniæ nicht wohl gesonnen und etliche Kämpfe hatten die Frauen und Männer der nördlichen Wacht gegen sie zu bestreiten.

Doch wohl eintausend Götterläufe vor der Neuen Ordnung hatten sich die Barbaren zu einer großen Kriegsmeute gesammelt und jeder Kampfesmut, welchen die Nordwachter aufbringen konnten, war vergebens. Die nördliche Mauer wurde von ihnen überwunden, die Burg erobert und alle friedlichen Menschen niedergemacht. Über den Nordwall und durch die Barbarenpforte drangen sie in die Provinz Dorlóniæ ein.

Erst ein Heer, welches durch den Kriegsfürsten der Provinz aufgestellt und durch Mietlinge ergänzt wurde, vermochte die wilden Horden aufzuhalten. In einer mehrere Tage dauernden Schlacht vernichtete sie die Kriegsmeute, wurde jedoch selbst bis fast auf den letzten Mann und die letzte Frau ausgelöscht. Man sagt, dass man an besonderen Tagen noch heute den Kampfeslärm der Schlacht und das Wehklagen der Verwundeten im Nebelmoor hören kann.

Eiligst wurde Nordwacht wieder aufgebaut und durch den Kriegsfürsten ein neuer Graf zur Herrschaft über das nördlichste Gebiet der Provinz Dorlóniæ bestellt. An der Barbarenpforte wurden mehrere kleinere Festungen erbaut, um die Wehrhaftigkeit wider den Barbaren zu erhöhen. Doch ganz friedlich wurde es an dieser Grenze bis in unsere heutigen Tage nicht.

In den folgenden Jahrhunderten erlebt die Provinz Dorlóniæ – und damit auch Nordwacht – eine Veränderung des Klimas zu den heutigen strengen und langen Wintern, das marodierende Heer von Vargarth und starke Veränderungen des Machtgefüges innerhalb der Provinz. Viele kleine Herrschaftsgebiete entstehen, die sich immer mehr auseinander leben und die frühere Gemeinsamkeit vergessen. Auch die Grafen von Nordwacht haben sich indessen zu unabhängigen Fürsten ernannt.

Dreihundert Götterläufe vor der neuen Ordnung entscheidet sich jedoch Durghal, der Fürst von Nordwacht, an die alte Größe und innere Verbundenheit des Imperiums von Ramar anzuknüpfen und mit einem geeinten Norden die Wacht und den Kampf wider dem Zwielicht wieder aufzunehmen. Er lässt sich von den Seinen zum Imperator ausrufen. Auch Angesichts der ständigen Bedrohung seiner nördlichen Grenzen durch die Barbaren gelobt er die zerstrittenen Länder zu befrieden und in brüderlicher Einigkeit ein neues Imperium zu errichten.

Er führt seine im Kampf gegen die Barbaren gestählten Truppen, welche er angedenk längst vergangener Zeiten „Imperiale Legionen“ nennt, gegen Dunkeltann. Der Orden des Blutes der Vashanka-Kirche entscheidet sich ihm anzuschließen und Dunkeltann fällt ohne Gegenwehr an das Imperium des Nordens. Die weiten Gebiete zwischen Teruldan, dem heutigen Flussstadt, mit ihrer geringen Besiedlung wurden ebenso schnell und unblutig dem Herrschaftsgebiet zugehörig.

Erst vor Muschelstrand stießen die Legionen von Imperator Durghal auf Widerstand. Die Gegenwehr der dort beheimateten Seeräuber mit ihren Söldlingstruppen konnte erst durch das Eingreifen des Blutordens aus Dunkeltann gebrochen werden. Die fast vollständig zerstörte Stadt wird genommen, während die letzten Verteidiger auf ihren Schiffen entkommen, um in der Blutbucht eine neue Heimat zu finden. Muschelstrand jedoch wird in den folgenden Jahrzehnten als Teil des Imperiums wieder aufgebaut.

Das Imperium wächst und gedeiht unter der Herrschaft des Imperators. Es herrschen Gerechtigkeit und Wohlstand, so dass Durghal wohl zu den beliebtesten Herrschern seiner Zeit zählt. Ruhmreich war sein Leben, doch nicht sein Tod. Er ertrank während der Belagerung von Dualdon. Nach seinem Tod zogen sich die Legionen zurück und nachdem auch sein Sohn Vanghart an Dualdon scheiterte, wurde sein Traum von einer unter einer Herrschaft geeinten Provinz Dorlóniæ bis zum Jahr der neuen Ordnung nie Wirklichkeit. Doch das Imperium des Nordens überdauerte in der erreichten Ausdehnung bis zum heutigen Tage.

Bis zum achtzehnten Jahr vor der Einigung des Reiches durch Lord Nurbikon ika Rastan herrschte das Geschlecht der Durghaliten über das Land, welches im Laufe der Zeit und auf Grund des nicht verwirklichten Traumes des ersten Imperators oftmals als „Hochfürstentum Nordmark“ bezeichnet wurde. Der letzte Hochfürst des Herrschergeschlechtes war Drangur, der über ein weitläufiges, jedoch spärlich besiedeltes Land, welches im Norden durch die Ländereien der Barbaren, im Westen durch die Firnsee, im Süden durch die Herrschaftsgebiete von Dualdon, Flussstadt und Drachenpass sowie im Osten durch das Greifengebirge begrenzt wurde.

Am Tage, an dem er die Geburt seiner einzigen Tochter feierte, wurde er mitsamt seiner Frau und seinem Hofstaat durch den Verrat seines Vertrauten und Kanzlers Garmur ermordet. Einzig die Tochter des Ermordeten vermochte mit List und Tücke dem Verrat zu entgehen. Auf seine Mietlinge gestützt rief sich Garmur zum Herrscher und Hochfürsten aus und herrschte mit harter Hand, ohne Güte und ohne Sinn für Gerechtigkeit.

Als Garmur vom rechten Glauben abfiel und an seine Dienerschaft für das Zwielicht kein Zweifel mehr bestand verließen ihn alle Rechtgläubigen. Nur noch seine Mietlinge hielten ihm die bezahlbare Treue, während sich in der Abtei von Dunkeltann die Hochfürstentochter Sigrún den Ihren zu erkennen gab. Erst siebzehn Lenzen zählend ergriff sie das Schwert und zog gen Nordwacht, das sie eroberte und eigenhändig den Ursupator richtete.

Unter dem Banner der Eisrose, dem Zeichen des Geschlechtes der Durghaliten, zog sie bald weiter in die nächste Schlacht und ritt wider den Horden des Zwielichts, wider der Meute von Untoten, welche im Gefolge von Drugor und Vulgon die Provinz Dorlóniæ heimsuchten. Sie ritt in die Schlacht, in der ihr Heer vernichtet oder gefangen genommen wurde. Ein Götterlauf, bevor das Reich Dorlónien in der Provinz Dorlóniæ errichtet und damit der Traum von Durghal Wirklichkeit wurde, wurde Sigrún, die heute als Heilige der Vashanka-Kirche verehrt wird, in Drachenpass ermordet. Mit ihr starb der letzte Spross der Durghaliten.Nach dem Sieg von Lord Nurbicon ika Rastan und seines Heerbanns über die feindlichen Truppen, dem Verschwinden von Drugor und dem Fall Vulgons war es an der Zeit, dass Nordwacht, nunmehr eine Rittermark des Reiches Dorlónien, einen neuen Herrscher erhält. Der Reichsherr schlug seinen verdienten Heerführer Brogar ak Glodwan, einem Ritter aus Rastan, zum Reichsritter und übertrug ihm und seinen Erben das Lehen im Norden des Reiches.

Brogar, welcher auf Grund seiner Statur und seines Gemüts auch „der Bär“ genannt wurde, zog mit seinen Truppen gen Norden und widmete sich dort ganz seinem Amte, so wie er vorher sein Leben ganz dem Kampf wider den Feindes seines Lords gewidmet hatte. Die nur spärlich besiedelte Mark im Norden des Reiches ist, von den alltäglichen Kämpfen gegen die Wilden an den nördlichen Grenzen abgesehen, friedlich und der Wohlstand wächst. Ritter Brogar von Nordwacht ist als gerechter und volkstümlicher Herrscher bei seinem Volk sehr beliebt, wenngleich er auch eine harte Hand hat, wenn sie erforderlich ist.

Die Burg Nordwacht

An der engsten Stelle der Barbarenpforte, dem Tal zwischen dem dem Nordwall und dem Greifengebirge, erhebt sich die Burg von Nordwacht. Eine längliche Burg mit vielen Türmen, die nach dem Barbarensturm 1.006 vor Neuer Ordnung in dieser Form auf den Ruinen der Vorgängerburg errichtet wurde und sich seitdem wehrhaft den Wilden aus dem Norden entgegen stellt.

Auf der Burg leben neben dem Ritter und seiner Familie über vierhundert Menschen: Handwerker, Stallmeister und Stalljungen, Köche und das Personal, einige Kleriker und was sonst noch am Hof eines Ritters und auf einer Burg erforderlich ist. Als Stammbesatzung zur Verteidigung dienen fünfzig Büttel, die als Burgwache stolz das Abzeichen der Feste trägt.

Auf der Burg ist auch das größte Truppenkontingent der Mark stationiert. Es besteht aus zwei Bannern leichter Reiterei der Reichstruppen und zwei zur Mark gehörende Banner der „Grimmbären“, schwer gerüstete Waffenknechte, die bei Bedarf vornehmlich zum Schutz der nördlichen Grenze der Mark und des Reiches ausrücken.

Formal haben auch ein Banner Gebirgsläufer der Reichstruppen und ein Banner Armbruster der Markstruppen auf der Burg Garnison bezogen, doch normalerweise ist nur je eine Lanze innerhalb der Burgmauern. Im dreimonatigen Wechsel besetzen drei Lanzen der Gebirgsläufer die drei östlichen Festungswerke im Nordwall und drei Lanzen der Armbruster die Festen in der Barbarenpforte, die der Burg zwei Tagesreisen nördlich vorgelagert sind.

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Die Städte, Dörfer und Weiler der Mark Nordwacht

Der Ort, der sich um die Abtei des Ordens des Blutes der Vashankakirche gebildet hat, ist mit fast fünftausend Einwohnern die größte Stadt in der Mark. Von hier aus herrscht eine Junkerin über das umliegende Gebiet. Dabei stützt sie sich auf einhundert Büttel, um Recht und Ordnung Geltung zu verschaffen. Zudem sind in der Stadt ein Banner schwerer Reiterei und eine Standarte Waldläufer der Reichstruppen stationiert.

Die Abtei der Vashanka-Kirche am östlichen Ende der Stadt bildet nicht nur das geistige Zentrum der Stadt, sondern der gesamten Mark. Den Mittelpunkt der Abtei bildet das Heiligtum der roten Gruft, das nur von hochrangigen Vertretern des Ordens und der Kirche Vashankas betreten werden darf und um die sich viele Sagen, Legenden und Gerüchte ranken. Auch wenn man die Wehrhaftigkeit der Stadt betrachtet darf man den dort ansässigen kampfstarken Klerus nicht vergessen.

Muschelstrand mit seinen über dreitausend Einwohnern ist die zweite Stadt in der Mark Nordfrost. Unmittelbar am Ufer der Firnsee weit im Westen gelegen war sie vor ihrer Eroberung durch die Herren von Nordwacht ein Stützpunkt von Seeräubern. Heute ist sie sowohl für ihre große Anzahl an Fischern und den vortrefflichen Meeresgetier-Gerichten bekannt, als auch für die in ihrer Nähe sprudelnden heißen Quellen und den sich daraus speisenden Badehäusern. Bei den heißen Quellen, die eines der heiligen Orte der Leylindakirche sind, steht ein kleines Kloster der Göttin. Zudem hat Muschelstrand nach Walsicht und Dualdon den drittgrößten Wagoedirtempel des Reiches.

Als Zentrum der gleichnamigen Junkerei bietet Muschelstrand drei Standarten Büttel auf, wenngleich es in der eher friedlichen Stadt für sie wenig zu tun gibt. Auch ein Banner Gebirgsläufer der Reichstruppen ist in der Stadt stationiert, wenngleich drei Lanzen immer die drei westlichen Befestigungswerke im Nordwall besetzt halten. Als Hafenstadt sind auch Küsten- und Eissegler der dorlónischen Flotte mit über einhundert Seeleuten in Muschelstrand stationiert.

Mit etwas über dreihundert Einwohnern ist Nebelmoor der drittgrößte Ort in der Mark und der Sitze der Junkerei Nebelmoor. Inmitten des Nebelmoors gelegen ist es ein trostloser Ort, der vor allem vom Torf lebt. Doch auch hier sind mit einer Standarte Büttel und einem Banner Waldläufer des Reiches Truppen zur Kontrolle und zum Schutz des Gebietes stationiert. Im Nebelmoor selbst befindet sich ein schwarzer Monolith, der einen heiligen Ort Ceomes kennzeichnet.

Über diese Städte und Ortschaften hinaus gibt es noch an die fünfzehn Dörfer mit insgesamt etwas über zweitausend Einwohnern. Ungefähr ebenso viele Nordwachter leben in Gehöften und Weilern, die über die Mark verteilt sind. Ein besonderer Menschenschlag sind die etwas über zweihundert Männer, Frauen und Kinder, die auf den Höhen und den Tälern des Nordwalls leben – vornehmlich Jäger und Fallensteller.

Die nördlichen Grenzbefestigungen
Zum Schutz der nördlichen Grenze wurden nach dem Barbarensturm vor ungefähr eintausend Götterläufen auf dem Nordwall und in der Barbarenpforte befestigte Grenzposten errichtet, die im Laufe der Zeit erweitert wurden, bis sich in unseren heutigen Tagen sechs Wehrtürme auf den Graten und Gipfeln des Nordwalls erheben und drei Wehranlagen zwei Tagesreisen nördlich der Burg Nordwacht den Zugang zur Barbarenpforte abdecken.Ständig ist jede dieser Festen von einer Lanze Soldaten besetzt, wenngleich jede groß genug ist, um im Bedarfsfall auch größeren Truppenkontingenten bis zu einer Stärke von zwei Bannern Unterkunft zu gewähren. Zur Kontrolle der umliegenden Gebiete sind die Soldaten in der Ebene mit Pferden, Benwickern, ausgestattet. Diese dienen zudem für den Fall eines größeren Angriffs als Meldereiter zur Burg. Daher sind die Festen mit ihrer trutzigen Erscheinung auch darauf ausgelegt und ausgerüstet bis zu fünf Tagen einem auch zahlenmäßig überlegenen Feinden die Stirn bieten zu können.

Die sechs in Form von Wehrtürmen erbauten Verteidigungswerke auf hohen Gipfeln und Graten des Nordwalls verfügen über große Meldefeuer, um einen größeren Angriff ins Tal zu melden. Sie werden von je einer Lanze der Gebirgsjäger der Reichstruppen besetzt – die westlichen drei Türme durch das in Muschelstrand stationierte Banner, die östlichen drei Türme durch das Banner, das auf Burg Nordwacht Garnison bezogen hat. Dabei rotieren die Lanzen bei der Besetzung der Wehranlagen: 3 Monde auf einer Feste, einen Monat in der Heimatgarnison, bevor die nächste Lanze in einem Kastell abgelöst wird.

Auch die drei Festen am nördlichen Ausgang der Barbarenpforte werden mit diesem rotierenden System der Wachablösungen ständig besetzt gehalten. Die Soldaten, die auf diesen drei Festen ihren Dienst verrichten, gehören zu dem Banner Armbruster der Mark Nordwacht.

Der Dienst auf den Wehranlagen an der nördlichen Grenze Dorlóniens zählt sicher zu den Härtesten und Unbeliebtesten im ganzen Reich. Neun Monde des Jahres in einer unwirtlichen Gegend, fern jeder Zivilisation und anderen Menschen, als den Kameraden der eigenen Lanze, immer wieder in Scharmützel mit den Wilden verwickelt, daher allzeit wachsam und bereit, ist der Dienst in den Festen fast wie eine Strafe – und für Einige ist es das auch.

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