08/4/17

Ein Frock Coat Für Askir #3

Schon Anfang Juni – nach diesem Beitrag hier – habe ich das Projekt „Frock Coat“ erstmal in den Herbst verschoben. Denn es wäre ja ein total unsinniger Verbrauch von Ressourcen geworden, wenn ich versucht hätte diesen Mantel noch zum Drachenfest fertig zu bekommen. Denn bekanntlich braucht man bei der Lasersonne auf dem Drachenfest keinen Mantel …

Dazu nur ein Wort: Schlammageddon!

Nach der Erfahrung bin ich natürlich am überlegen, ob ich den Mantel weiterhin, wie geplant, aus dem Baumwollstoff mache, den ich hier schon rumliegen habe, oder doch aus Wolle oder sogar Walkloden. Letzteres würde bei Extremwetter natürlich wirklich warm und trocken halten, aber bei normalem und warmen Wetter könnte man es in dem Mantel nicht aushalten. Der Baumwollmantel wäre bei den normalen Wettersituationen tragbar – und ein schönes Kleidungsstück will man ja auch tragen. Meinen Kassackähnlichen Mantel aus Wolle zumindest liegt meist nur in der Kiste.

Da ja seit der letzten Skizze schon einige Wochen vergangen sind und ich mir natürlich ein paar neue Gedanken gemacht sowie Inspirationspartikel gesammelt habe, gibt es eine neue Skizze:

Frock Coat mit einer Länge bis knapp unter das Knie. Er bekommt auf jeden Fall zwei Taschen – eine neue Herausforderung, aber ich möchte ja auch langsam mal die Taschenuhr, die mir meine Frau für Askir vor ein paar Jahren geschenkt hat, irgendwo unterbringen. Weiterhin getreu dem Motto „Askir goes Fantasy“ habe ich mich zudem von der Kleidung der Serie „The Musketeers“ inspieren lassen – hier besonders von der Lederschulter über eine Schulter (Foto links unten Athos aus besagter Serie).

Da ich keine Lederkleidung trage wird ein Teil des Mantels im Brustbereich mit weichem Leder versehen, das mit dem Mantel vernäht wird. Daran wird dann die Lederschulter aus festem Leder befestigt. Die Lederschulter sollte entsprechend geformt sein. Zudem würde ich sie gerne punzieren: Mit dem neuen Symbol des blauen Herzen mit den zwei Cutlass. Und natürlich einigen Mustern drumherum, die aber auf jeden Fall immer Seebezug haben werden. Wenn möglich in blauem Leder, wobei ich mir für die Lederarbeiten auf jeden Fall Hilfe suchen muss.

Am unteren Abschluss des Mantels werde ich vielleicht mit Handnähten noch einige Muster aufnähen, wenn ich dazu Zeit und Muße habe. Wobei ich trotz noch anstehender Cons jetzt keinen Stress machen werde. Geplant ist den neuen Mantel bis zum Silvestercon fertig zu stellen.

Und jetzt freue ich mich über Deine Meinung zu diesem Projekt. 🙂

07/31/17

Askirs Brief an die „Blaufüchse“

Einige Wochen vor dem Drachenfest habe ich einen Intime-Brief an die „Blaufüchse“, an die die Diplomaten des Blauen Lagers auf dem Drachenfest geschrieben, in dem ich die Gedanken und Überlegungen von Askir über den Blauen Weg, das Blaue Lager und die Diplomatie fixiert habe. Im Spiel haben natürlich nur die besagten „Blaufüchse“ von dem Schreiben Kenntnis  (und einige andere ausgewählte Blaulageristen), aber hier auch OT für Alle, die an den Gedanken teilhaben wollen:

Brabak, 3. Ingerimm 1039 BF

Liebe Freunde,

seit dem letzten Fest der Drachen sind jetzt einige Monde vergangen und es ist zu vermuten, dass wir in nicht allzu ferner Zeit wieder vom blauen Drachen gerufen werden. Ich hoffe, dass viele von Euch seinem Ruf folgen werden und wir uns auf dem Fest der Drachen wieder sehen.

Ich für meinen Teil habe entschieden, dass ich seinem Ruf, wenn er mich ereilen sollte, wieder folgen werde. Und ich werde meine Fähigkeiten, welche ich immer noch in erster Linie in der Diplomatie sehe, für ihn, das Lager und damit die Freiheit einsetzen.

Eine Freiheit, die absolut ist. Wie der Wind, der seine Kraft und seine Richtung selbst bestimmt. Eine Art der Freiheit, die für uns Sterblichen nicht begreifbar ist. Wie die untergründliche Tiefe der See, von der wir nur ein vages Gefühl haben.

Wir Sterblichen benötigen Strukturen, die nur scheinbar unsere Freiheit einschränken, denn nur mit ihnen sind wir in der Lage die Freiheit des Einzelnen zu schützen. Denn allzu schnell wird unter dem Deckmantel der Freiheit nur die Durchsetzung persönlicher Wünsche und Vorteile mit dem Recht des Stärkeren forciert. Letztendlich führt dies zur Freiheit Einzelner auf Kosten der Freiheit Vieler.

Auf dem Kurs des Blauen Drachen zu segeln bedeutet aber gerade dies nicht. Es bedeutet auch Verantwortung für die Freiheit anderer zu übernehmen. Die Verantwortung für die Freiheit selbst zu tragen. Und genau aus diesem Grund hat er uns gerufen. Genau aus diesem Grund folgen wir seinem Ruf.

Aus diesem Grund sammeln sich unter dem Blauen Banner unterschiedliche Mannschaften, Gruppen und einzelne Glücksritter. Sie opfern einen Teil ihrer eigenen Freiheit und fügen sich in die Strukturen des Lagers ein, weil sie wissen, dass sie alleine gegen die Tyrannei nicht bestehen können. Weil sie alleine ihren freiheitlichen Lebensstil nicht bewahren können.

Die Gier nach Freiheit ist unser Antrieb. Für uns die Freiheit bewahren, für Andere die Freiheit erstreiten. Eine für uns nicht begreifbare absolute Freiheit, die wir Sterbliche im Rahmen unserer Möglichkeiten im Blauen Lager und seinen Institutionen leben.

Aufbauend auf diesen Überlegungen und Grundsätzen habe ich mir über einen möglichen Kurs der Blauen Diplomatie Gedanken gemacht. Daraus ergeben sich die Ziele, die wir uns in unserer Arbeit (als auch das Lager) meiner Ansicht nach setzen sollten:

1. Der Sieg des Blauen

Der Sieg und damit der Anspruch auf die Herrschaft ist die Prise, die wir auf dem Fest der Drachen für den Blauen Drachen erringen wollen. Es ist nicht nur unsere Gier nach Freiheit, nach dem Sieg und der besten Prise allein, die uns dieses Ziel vorgibt, sondern unsere Aufgabe, der wir uns verschrieben haben, als wir dem Ruf des Blauen gefolgt sind. Daher hat sich Alles diesem Ziel unterzuordnen, sofern es den blauen Tugenden entspricht.

Auch ich habe in den letzten Götterläufen an der Diskussion teilgenommen, ob der Blaue herrschen sollte und kann, wenn doch Freiheit nicht herrscht. Ob er die Herrschaft nach einem Siege nicht besser abgeben sollte und mir den Kopf zerbrochen, wie zu verhindern ist, dass bei einer nicht ausgeübten Herrschaft Chaos die heimliche Herrschaft übernimmt. Doch wer sind wir, dass wir darüber eine Entscheidung treffen oder dem Blauen Drachen gar Befehle geben könnten?

Der Blaue Drache hat uns gerufen, um ihm die Herrschaft zu ermöglichen. Das ist unsere Aufgabe, weil wir wissen, dass wir nur, wenn wir uns dieser Aufgabe verschreiben, unsere Freiheit und unseren Lebensstil mit aller darin enthaltenen Lebensfreude bewahren können. Wie der Blaue Drache die Zeit seiner Herrschaft nutzen wird, wird er entscheiden und ich habe keinen Zweifel, dass es – selbst wenn wir sein Handeln nicht verstehen sollten – die richtige Entscheidung ist.

Wir müssen uns und dem Lager aber bewusst machen, dass wir auf dem Weg zu einem Sieg auch zuweilen auf den Sieg verzichten müssen. Bei aller verständlichen Gier und jedweder Unbeugsamkeit muss klar sein, dass man auf dem Fest der Drachen nur einen Sieg erringt, wenn man Freunde und Verbündete an seiner Seite weiß. Wie ein einzelnes Schiff keinen ganzen Konvoi von bewaffneten Schatzschiffen bezwingen kann, so benötigt man auch für einen Sieg beim Fest der Drachen eine Flotte.

Es gilt daher Freundschaften zu schließen und sich der Schuld anderer Drachenlager zu versichern, um eine solche Flotte zu bilden, die einen zum Sieg trägt. Wenn wir eine realistische Chance auf den Sieg haben wollen, dann brauchen wir Freunde in den anderen Lagern. Auch wenn es einige Jahre dauert diese Freundschaften aufzubauen und eine Flotte zusammen zu stellen, so ist es ein Weg, der sich lohnt und zum Erringen des Sieges unverzichtbar ist.

Launisch wie die See hat sich das Blaue Lager in den letzten Jahren öfters gezeigt und wir alle wissen, dass ein plötzlicher Sturm jedes Vorhaben durcheinander wirbeln kann. Daher darf diese Flotte nie auf Verträge und Abkommen basieren, welche über das jeweilige Fest der Drachen hinaus geht. So wie Du, wenn ein Kamerad Dich in der Takelage im Sturm mit einem beherzten Griff vor dem nassen Seemannsgrab bewahrt, auch ohne feste Absprachen in dessen Schuld stehst, so muss auch die Flotte auf solchen Verpflichtungen basieren.

Wir wollen den Sieg. Dafür bauen wir uns eine Flotte von Freunden und Verbündeten auf, die ebenso auf unsere Unterstützung bauen kann. Doch wir schließen keine festen Verträge oder treffen bindende Absprachen über das jeweilige Fest der Drachen hinaus.

2. Kein Sieg für Kupfer

Ich erinnere mich noch daran, wie das Blaue Lager trotz einer lächerlichen, einstelligen Anzahl von Dracheneiern mehrere Tage forderte und sich auf kein Bündnis einließ,  bis wir erschrocken feststellen mussten, dass sich immer mehr Lager für Kupfer aussprachen. Erst dann konnte sich das Blaue Lager durchringen nicht weiter zu fordern und wir Diplomaten des Blauen haben aus den noch verbleibenden Lagern in langen Verhandlungen eine Allianz gegen Kupfer geformt.

Eine Situation, die nicht hätte eintreten müssen, wenn man nicht gierig am eigenen Sieg festgehalten hätte, der zu dem Zeitpunkt schon lange fern jeder Möglichkeit war. Eine Situation, die uns leicht unsere Freiheit hätte kosten können.

Daher muss immer auch unser Ziel sein einen Sieg von Kupfer, die damit einhergehende Tyrannei und der Verlust unserer Freiheit, unter allen Umständen zu verhindern. Dies bedeutet im Rahmen der diplomatischen Tätigkeit soweit möglich zu verhindern, dass sich andere Lager mit Kupfer verbünden und sie stattdessen an uns zu binden.

Wir stemmen uns gegen jede Form der Tyrannei, für die in den Drachenlanden der Kupferne Drache steht. Daher werden wir seinen Sieg unter allen Umständen verhindern. 

3. Der Sieg eines Freundes

Ausgehend von oben ausgeführten Gedanken zur Bildung einer Flotte werden wir andere Lager beim Erreichen des Sieges unterstützen müssen. Das haben wir früher schon getan, da es auch unseren Interessen dient: Es verhindert einen Sieg von Kupfer und zeitgleich schaffen wir uns Freunde, die verpflichtet sind. Und mit dieser Verpflichtung einher geht uns bei einem Blauen Sieg zu unterstützen.

Die Maxime dabei muss aber immer sein, dass wir weiterhin dem Kurs des Blauen folgen und damit unter dem Wind der Freiheit segeln. Daher werden wir – sowohl direkt als auch indirekt – nur jene Lager und damit Drachen  unterstützen, unter deren Herrschaft wir sicher sein können unsere Freiheit und unseren Lebensstil zu bewahren.

Durch die enge Bindung in der Flotte haben wir auch die Möglichkeit durch unser Vorbild im Leben und Handeln anderen Lagern die Freiheit näher zu bringen. Wenn wir ihnen die Freiheit mit Verantwortung und Lebensfreude vorleben werden wir mehr Leute von unserem Weg überzeugen können, als durch jeden eingeschlagenen Sturkopf.

Wir bilden eine Flotte mit Freunden und Verbündeten, denen wir die Freiheit mit all ihren Facetten vorleben. Wir übernehmen Verantwortung für sie und unterstützen sie bei ihrem Sieg, wie sie uns bei unserem Sieg unterstützen werden.

Im letzten Jahr hat uns der diplomatische Kurs in kabbelige See geführt und wir haben in einigen Lagern Vertrauen verloren. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir die Wellen wieder glätten können. Das sollte zumindest eine der kommenden Aufgaben sein.

Auf Grund meiner Überlegungen und Erfahrungen würde ich gerne zukünftig in der Diplomatie und damit bei den „Blaufüchsen“ einige Dinge umsetzen. Wir wissen alle, dass das auch immer von dem Kurs abhängt, welchen der Captain Table vorgibt, aber ohne einen vorher überlegten Kurs sollten auch wir Blaufüchse nicht in See stechen.

1. Schnellere Entscheidungen durch den CT

Gerade in der Diplomatie wird man oft mit Anfragen konfrontiert, die nicht einen halben Tag warten können, bis ein CT zusammen tritt und eine Entscheidung fällt. Das war in den letzten Jahren oft ein Problem, das sich durch die Einrichtung des „Not-CTs“ im letzten Jahr verbessert hat. Für eine effektive und sinnvolle Diplomatie werden wir diese Einrichtung öfter nutzen müssen, weshalb es wichtig ist, dass wir zu einigen Entscheidungsträgern ständigen Kontakt halten sollten.

2. Die Zusammenarbeit mit der Hafenmeisterei

Ich habe das Gefühl, das wir viele Entscheidungen und Empfehlungen nur auf Basis unserer Diplomatie, den geführten Gespräche und unseren persönlichen Einschätzungen getroffen haben. Eine gute Basis, aber meiner Ansicht nach nicht ausreichend. Wir benötigen mehr Informationen. Informationen, die nicht nur über die offiziellen diplomatischen Kanäle zu beschaffen sind, sondern auf aufgeschnappten Gerüchten, mitgehörten Gesprächen und ähnlich beschaffte Berichte gründen. Die Anlaufstelle für Informationen im Lager ist die Hafenmeisterei, mit der ich daher zukünftig enger zusammen arbeiten möchte. Meiner Ansicht nach brauchen wir eine Verbindungsperson zur Hafenmeisterei, die sich um die Beschaffung solcher Informationen für uns kümmert und die Informationsweitergabe in beide Richtungen verbessert.

3. Enge Abstimmung mit der Heerführung

Meiner Ansicht nach hat das im letzten Jahr schon gut funktioniert, was auch damit zusammen hing, dass wir jetzt einen eigenen Bereich in unmittelbarer Tornähe haben. Diese enge Abstimmung sollten wir fortführen und weiter ausbauen. Besonders Nichtangriffspakte und Unterstützungsabsprachen sind nur mit vorheriger Absprache mit der Heeresleitung zu schließen.

4. Forderung nach dem Sieg

Meiner Erinnerung nach haben wir letztes Jahr nicht von Beginn an den Sieg gefordert. Jeder, der schon mal etwas verkauft hat, weiß, dass man immer mit dem Maximalgebot in Verhandlungen geht. Daher sollten wir das auch machen und erst mal den Sieg fordern. Und wenn wir diese Forderung für ein anderes Lager zurück ziehen, dann müssen wir entsprechend durchblicken lassen, dass sie dadurch in unserer Schuld stehen.

5. Bündnisse

Schon nach einem Tag ein festes Bündnis zu schließen habe auch  ich letztes Jahr für eine gute Idee gehalten – nach den Erfahrungen sehe ich das heute anders, da man sich damit viele andere Optionen zu früh verbaut. Daher würde ich die feste Absprache eher zu einem späteren (aber nicht zu späten) Zeitpunkt schließen wollen. Bis dahin sind aber zeitliche begrenzte Bündnisse und Absprachen möglich und sollten auch, vor allem mit benachbarten Lagern, geschlossen werden.

6. Die Organisation der Blaufüchse

In den vergangenen Jahren ist das diplomatische Korps immer weiter gewachsen. Vor allem, was engagierte Diplomaten angeht, die sich auf ihre Aufgabe konzentrieren und indessen teilweise schon über mehrere Jahre Beziehungen zu anderen Lagern pflegen und hier Fortschritte für das Blaue Lager erzielt haben.

Diese Kompetenzen, die auch mit persönlichen Beziehungen zu Diplomaten und weiteren Ansprechpartnern in anderen Lagern einher gehen, müssen wir nutzen und weiter ausbauen. Darüber hinaus bin ich dafür, dass wir die Blaufüchse weiter vergrößern, bis wir für jedes Lager zwei Diplomaten sowie weitere Blaufüchse als Kontaktleute zu den blauen Institutionen einsetzen können.

Zum Einen sind zwei Diplomaten pro Lager von Vorteil, wenn man vor Ort im anderen Lager bleiben muss, aber es zeitgliche sinnvoll wäre, dass wichtige Informationen ins Blaue Lager gebracht werden müssen. Zum Anderen sehe ich auch den Vorteil, dass wir so neue Diplomaten in die Aufgaben einführen. Aus diesem Grund würde ich einen erfahrenen Diplomaten oder erfahrene Blaulageristen, denen man diese Aufgabe zutraut, mit einem neuen Diplomaten zusammen einsetzen.

Der Ausbau der Blaufüchse hätte aber auch den Vorteil, dass man der Größe des Lagers Rechnung trägt, in dem sich sicher noch viele Talente finden lassen dürften, die bisher nicht bei uns aktiv sind. Hier sollten wir durch direkte Ansprachen versuchen weitere Diplomaten zu rekrutieren, um unsere Reihen auszubauen. Auch, um die altgedienten Diplomaten etwas zu entlasten.

Beibehalten sollten wir die gute Kommunikation untereinander mit häufigen Treffen und Zusammenkünften im Diplomatenhaus in der Barrikade. Jeden Morgen sollten wir uns hier austauschen, bevor die Diplomaten der Lager aufbrechen. Ebenso ist das Diplomatenhaus ständig besetzt, damit hier alle Informationen zusammen laufen. Der Hochdiplomat sollte hier häufig anzutreffen sein und wenn nicht, dann sollte dort Jemand wissen, wo er oder sie erreichbar ist.

Niemand hat gesagt, dass die Freiheit zu leben einfach ist. Das merken wir im Blauen Lager jedes Jahr aufs Neue. Während wir Sterblichen die absolute Freiheit des Blauen nicht begreifen können ist doch die Definition von Freiheit so unterschiedlich wie die Formen der Wellen. Trotzdem habe ich vor mich wieder in die stürmische See zu werfen, um die Wogen zu einem Sieg des Blauen – in diesem oder in einem der nächsten Jahre – zu glätten und den Kurs abzustecken. Ich hoffe Ihr seid mit dabei.

Für die Freiheit! Für den Blauen!

 

 

 

 

 


Anmerkung

Das hat ja besonders in Punkt 2 und 3 nicht so gut geklappt, aber wie immer: Der beste Schlachtplan überlebt nicht den ersten Kontakt mit dem Gegner. 😉

07/20/17

Askirs Aushänge DF 2017

Nachdem ich heute eine Grafik mit Zitat auf meiner Facebookseite (hier) veröffentlicht habe, haben sich der Büttner und Anthonius Bosvari zu Wort gemeldet, die der Meinung waren, dass man diese Grafik doch auch im Blauen Lager aushängen bzw. jedem Blaulageristen an die Stirn tackern sollte. Davon inspiriert habe ich jetzt sechs Grafiken mit Zitaten vorbereitet.

Ich werde diese morgen noch im DINA5-Format ausdrucken und mittels Einlegen in schwarzem Tee auf alt trimmen, um sie dann zum Drachenfest mit zu bringen. Da wir im Blauen Lager ja auch unter anderem viele Spanier haben natürlich in englischer Sprache.

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07/19/17

Askirs Hut wird aufgemotzt #4

Nicht nur, dass ich gestern einige mögliche Hutkarten grafisch gestaltet habe (siehe Beitrag hier) – gestern kam auch das Paket von Marfworks bei mir an. In dem befanden sich die tollen Stickereien auf dem von mir auch für die Kleidung (sprich: Weste mit Stehkragen) verwendeten Leinenstoff. Links das Symbol der Galeasse Gorgon, auf der ich auch dieses Jahr wieder zum Drachenfest fahre. Rechts das Symbol der „Blaufüchse“, der Diplomaten des Blauen Lagers.

Diese sollen ja auch Askirs Hut drauf. Jetzt gibt es dafür zwei Varianten: Einmal als Stoffstreifen (links) und einmal als runde Aufnäher (rechts). Was meinst Du?

Was die hochgeklappte Seite angeht habe ich mal eine Grafik gemacht mit nur zwei Karten und dem Symbol des blauen Lagers. Bei den Karten handelt es sich um den Blauen Drachen und das Logo der Gischtgeborenen. Einmal mit fabrigen, einmal mit Karten in Schwarz-Weiß. Auch dazu interessiert mich Deine Meinung: Hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite hier. 😉

07/18/17

Die 1. Hutkarten für Askir

Als Architektensohn, der selber etliche Jahre in der Branche gearbeitet und ein paar Semester studiert hat, begleitet mich das Zeichnen schon mein ganzes Leben. Eigentlich verrückt, dass ich – von den Kleidungsskizzen – bisher so wenig fürs Larp gezeichnet habe. So richtig habe ich das erst mit meinen Skizzen für das Blutbrevier von Anselm angefangen (hier). Aber das ist ja was, was man ändern kann. Erst mit den Zeichnungen für das „Kompendium der Seemannschaft“ (Beitrag hier) und jetzt sitze ich an Zeichnungen für Hutkarten. Also an Karten, die an Askirs Hut dran sollen (so in etwa wie hier gezeigt).

Beim Zeichnen ist es übrigens wie bei den meisten kreativen Sachen: Es gibt Tage, da sitze einfach kein Strich und nach Stunden hat man dann etliche Skizzen, aber keine davon flasht einen. Dann gibt es aber auch Tage, an dem es einfach fluppt. So ein Tag war vorgestern. An sich toll, aber die meisten Ergebnisse waren vom Format dann doch irgendwie nicht für eine Hutkarte geeignet. Daher kommen zum Beispiel die folgenden zwei Zeichnungen auch erstmal ins Archiv und werden sicher irgendwann dann für ein anderen Projekt genutzt.

Aber auch heute hat es sowohl analog mit Bleistift und Tuschestift als auch digital mit Photoshop gut funktioniert und diese drei Karten sind – sowohl in Schwarz-Weiß, als auch farbiger Variante – entstanden. Die Karte mit der Meerjungfrau bzw. Nixe wird es wohl nicht auf Askirs Hut schaffen. Da haben der blaue Drache und das Symbol der Gischtgeborenen schon bessere Chancen … 😉

07/16/17

Reisebericht: Askirs 2. Besuch in der „BarLou“

Eigentlich war Askir IT ja auf der „Knurrhahn“ unterwegs zu einem Rendevouz mit der „Gorgon“, um als Rudergänger der Galeasse zum Fest der Drachen zu segeln. Aber während die Galeone durch eine Nebelbank segelte ging Askir vom Bug zum Heck – und irgendwo auf dem Weg stellte er sich die Frage, wieso auf den Planken Laub liegt und der Mast eine Rinde und Äste hat … Rausgekommen ist er natürlich in Dargaras, dem Land hinter dem Nebel. Seine ersten Tavernen hat Askir vor vielen Jahren hier eröffnet, doch landete er in der Nähe der Taverne „BarLou“ und stolperte dabei noch über Alanis, die eigentlich auch woanders hin wollte.

Soweit zur Vorgeschichte zum Geburtstagscon von Alex und Torsten, die selber mit ihrem dargaresischen bzw. dorlónischen Charakter anwesend waren, während sich die Gebrüder Darko um die Taverne und Gäste kümmerten (schließlich gehört sie ihnen IT auch). Auch wenn für mich überraschend wenig Leute da waren, habe ich mich über jede Einzelne und jeden Einzelnen gefreut, den ich dort wieder gesehen habe. Auf Grund eines Depressionslochs in den letzten Tagen habe ich mit mir gerungen überhaupt hin zu gehen, aber es hat sich gelohnt – eben besonders wegen den Freunden, mit denen ich zu einem großen Teil schon seit vielen Jahren larpe.

Dazu gehört zum Beispiel Nina, die mich mit ihren netten Worten ganz am Anfang schon eingefangen hat. Basti, der in zwei Rollen wieder gezeigt hat, was für ein toller Rollenspieler er ist. Charly, der ich immer gerne zuhöre und hoffe sie als Missi nicht das letzte Mal gesehen zu haben. Uli, der man so als auch mit Khai-Thee einfach zu selten sieht. Jutta, bei der ich mich immer freue wenn sie mit dabei ist und mit der ich 2001 meine ersten Larp-Schritte gewagt habe. Sonja, bei der ich hoffe dass man sich in Zukunft nicht nur in der BarLou über den Weg läuft. Aileen, bei der ich nie erwartet habe jemals zu sehen, wie sie auf dem Tisch tanzt.

Mit vielen hatte ich interessante Gespräche. Nachmittags waren auch viele Kinder mit dabei, für die Charly einen schönen, kleinen Kinderplot mit Schatzsuche organisiert hatte, in dem ich mit Askir auch eine kleine Rolle übernehmen und mir die Geschichte der Meerjungfrau Lilli Becher anhören durfte. Wobei ich übrigens festgestellt habe, dass die Tochter von Patrick (der leider nicht mit dabei war) echt aufgeweckt ist. Abends kam dann eine (bisher unbekannte) Familie Spielleute aus Dargaras, die dann mit Musik und ihrer Performance für gute Stimmung sorgten.

Aber wie es auf einer guten Rollenspiel-Taverne der Fall ist wurde nicht nur gefeiert, getrunken, gegessen, gesungen und getanzt. Es gab auch Einiges an Landeshintergrund, der für Askir in der Form doch relativ neu war und mir sogar für die Zukunft neue Spielansätze und Möglichkeiten bieten wird. Es fing damit an, dass ich bei einem Gespräch zuhörte, bei dem es um Pamphlete ging, die im Land die Bevölkerung gegen die Fahrenden aufhetzen. Was schon dazu führt, dass Fahrende aus Tavernen raus geprügelt wurden, obwohl sie in Dargaras seit Äonen die Herrscher stellen. Nach Meinungen einiger ist das Propaganda, das nur zu einem Bürgerkrieg führen kann.

Die Ansätze reichten von „Ignorieren“ über den ominösen angeblichen Verfasser Umag Söyze zu finden und unschädlich machen bis zu den Verfasser zu einer Diskussion einzuladen und die Bevölkerung mit Argumenten zu überzeugen (was wohl der Ansatz des Herrschers Rimas Jargo ist). Askir jedoch ist in der Gosse aufgewachsen, ist lange genug vor dem Mast gefahren und hat sich eine Nähe zu den unteren Schichten bewahrt, so dass er einen anderen Ansatz für sinnvoller hält …

Ein wirklich gelungener Tag. Danke an Torsten und Alex, dass ich dabei sein durfte. 🙂

07/14/17

Askirs Hut wird aufgemotzt #3

Nachdem mein Großprojekt, das Kompendium, jetzt fertig ist, habe ich wieder die Zeit die letzten Änderungen an Askirs Kleidung vorzunehmen. Dazu zählt bekanntlich auch sein Hut. Heute hat mir Maike von Marfworks mitgeteilt, dass die Stickereien unterwegs sind.

Zeitgleich mache ich mir Gedanken über die Karten an der hochgeklappten Krempe und habe schon mit ein paar Skizzen angefangen, wobei zwei davon schon beim Zeichnen der Flaggen für das Kompendium entstanden sind. Das ist der aktuelle Stand der Skizzen:

Und so könnte das dann am Hut aussehen, wobei die Stoffstreifen mit den aufgestickten Logos der „Blaufüchse“ und der „Gorgon“ schon feststehen, um mich als Diplomat des Blauen Lagers und als Mitglied der Schiffsgemeinschaft der „Gorgon“ auszuweisen:

Wenn ich es mir jetzt so betrachte glaube ich jedoch, dass drei Karten too much sind und es zwei Karten auch machen würden. Dabei tendiere ich derzeit zu dem Symbol „Delphin & Wal“ und zur barbusigen Meerjungfrau.

Auch zu sehen ist auf den Fotos übrigens das neue Kopftuch. Davon habe ich mir mehrere gekauft, um sie als Kopf-, aber auch als Halstuch zu nutzen. Nach dem „Zeit der Legenden“ habe ich mich dazu entschieden, um bei so heißem Wetter die Tücher nass machen zu können. Das habe ich früher beim CoM gemacht und das tut auf der Haut richtig gut.

07/13/17

Askirs Kompendium der Seemannschaft

[English Text below]

Das erste Mal, dass ich mich an ein Kompendium ran gesetzt habe, war 2011 – damals noch mit meinem Charakter Kapitän Myron d’Auras als Autor. Ich hatte immer wieder vor weiter zu machen und es endlich mal als richtiges Buch fertig zu stellen. Als ich vor ein paar Wochen einen Beitrag über Seemannschaftswissen im Drachenfest-Forumsbereich des Blauen Lagers las, hat es mich dann gepackt. Meine Frau hat in den letzten Tagen und Wochen fast nur meinen Rücken gesehen, aber wenn ich jetzt das Buch in den Händen halte, dann finde ich, dass es die Arbeit wert war.

Die Arbeit hat mir auch Spaß gemacht und ich freue mich auch darauf, wenn das Kompendium von möglichst Vielen im Spiel genutzt wird. Wer jedoch seine Anerkennung auch durch eine kleine Spende ausdrücken möchte, der kann das über mein Paypalkonto kontakt@hagenhoppe.de gerne machen.

Den Druck des Kompendiums habe ich – wie auch schon zuvor das Blutbrevier und das Veni Mecum – bei Sedruck machen lassen. Die Qualität und die Geschwindigkeit (gestern bestellt, heute schon da) haben mich auch dieses Mal wieder überzeugt. Es ist ein Buch in DINA4-Hardcoverbindung, Bindeseite an der langen Seite, Buchdeckel aus blauem Leinen, zwei weißen Lesebändern und einem leeren Vor- und Nachsatzblatt. Zudem verfügt es über ein Kapitalband und ist mit seinen 231 SW- und 20 Farbseiten doppelseitig bedruckt auf weißem 120 g/m² Papier. In der Ausfertigung kostet es inkl. Versand und Mehrwertsteuer ca. 48 €.

Der Druck und die Nutzung des Kompendiums der Seemannschaft fällt unter Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung). Mehr Infos darüber findest Du hier. Keine Bearbeitung bedeutet auch, dass das Kompendium nur im Gesamten und nicht in einzelnen Teilen verwandt werden darf, was natürlich auch für die Grafiken gilt.

Ich freue mich, wenn Du das Kompendium nutzt, Spaß daran hat und es Dir gefällt. Das Kompendium findet sich als PDF-Datei hier: Klick! Und hier schon mal ein paar Eindrücke:


The first time I started to write a LARP naval compendium was in 2011 – my character Captain Myron d’Auras was the author then. Until that time, I’ve been planning to go on with this project and aim for finishing my first proper book. Some weeks ago, I read a post about naval knowledge at the Blue camp’s subforum at the Drachenfest forum. And then the motivation finally kicked in. I think my wife got used to communicate with my backside in the last days and weeks, but know, as I hold the book in my hands, I think it was totally worth every effort.

Working on this was fun, too, and I am looking forward to see the compendium become part on the play of many other players. But if you want to express your undying appreciation for my work, there is a paypal account that might need some feeding: kontakt@hagenhoppe.de

The print job has been done – as it has been done with my Blutbrevier and my Veni Mecum – by Sedruck. Quality and speed (I ordered the book yesterday, it arrived this afternoon) convinced me once again. The facts about the printed book: DINA4 size (21×29,7 cm), Hardcover, long side binding, book cover with blue lining, two white sorting belts, the 231 bw-sites and twenty coloured sites as two-sided print on 120 g/m² paper. The costs are 48 € with transport in germany.

Printing and using the LARP naval compendium is permitted at Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0 (Attribution, NonCommercial, NoDerivatives). For more Information see here.

I am very happy if you like my work and use it in your game. The compendium as a .pdf file can be found here: Klich. And here are some first expressions …


07/12/17

(Ex-)Portwein aus Yddland

Schon am Tag der Gründung der Handels-Kompagnie Havena vor einigen Jahren haben die Hauptgesellschafter Enrico und Askir Handelskontrakte mit Yddland geschlossen, unter anderem natürlich für den guten Portwein aus Yddland. Daher hat Askir auch immer wieder Portwein dabei, wobei es natürlich sehr gut passt, dass ich selber sehr gerne Portwein trinke. Nachdem ich die ganzen Jahre die gekauften Flaschen so dabei hatte, wird es endlich Zeit diese Flaschen auch – wie schon die von Brasov hier – mit einem eigenen Etikett zu versehen. Diese hier:

06/21/17

Askirs Hut Wird Aufgemotzt #2

Ergänzend zum gestrigen ersten Beitrag über das Update von Askirs Hut hier habe ich die Konzeptzeichnung für die Wimpel der „Blaufüchse“ und der „Gorgon“ nochmal überarbeitet. Die Wimpel werden nämlich noch mit Handnähten versehen, damit sie nicht zu sehr ausfransen. Vielleicht lasse ich sie aber unten „offen“, damit sie dort gerade eben ausfransen und etwas „used-look“ erhalten. Im Laufe der Woche noch gehen die Stoffe raus an Marfworks, die mir freundlicherweise die Stickereien macht, damit ich den Hut dann hoffentlich zum Drachenfest neu gestaltet habe.

Natürlich konnte ich es nicht lassen mir weiter Gedanken über die neue Gestaltung der hochgeklappten Seite des Hutes zu machen. Bei einem längeren Spaziergang heute morgen durch den noch kühlen Wald kam mir dann der Gedanken zu einer Art „Spielkarte“ am Hut, der mit unterschiedlichen Zinnsymbolen kombiniert wird. Dabei ist das Symbol des blauen Lagers auf jeden Fall gesetzt.

Die Karte (es muss nicht zwingend eine Spielkarte sein) wird von mir selbst gestaltet. Das Motiv (ein gezeichnetes Gesicht von Askir) auf den folgenden Fotos ist natürlich nur ein Platzhalter und wird noch ersetzt. Eine vage Idee für ein neues Motiv habe ich schon, aber dafür muss ich mich erstmal ans Zeichenbrett setzen. Und dann muss ich noch klären, wie man die auf dickerem Papier gedruckte Karte in einen „used-look“ und dann noch möglichst gut gegen Feuchtigkeit geschützt bekommt.

Im Folgenden ein paar Fotos mit Gestaltungsoptionen mit verschiedenen Zinnabzeichen, die ich bei Godon, dem Zinngießer, IT erworben habe. Dabei handelt es sich um eine Scheibe mit Delphinmotiven aus dem Horasreich, dem Symbol des Blauen Lagers, einen Delphin und einem Wal sowie den Symbolen von Aves (C) und Efferd (D). Ich bin noch am grübeln, aber welche Kombination (oder Alternative) würdest Du nehmen?