07/20/17

Askirs Aushänge DF 2017

Nachdem ich heute eine Grafik mit Zitat auf meiner Facebookseite (hier) veröffentlicht habe, haben sich der Büttner und Anthonius Bosvari zu Wort gemeldet, die der Meinung waren, dass man diese Grafik doch auch im Blauen Lager aushängen bzw. jedem Blaulageristen an die Stirn tackern sollte. Davon inspiriert habe ich jetzt sechs Grafiken mit Zitaten vorbereitet.

Ich werde diese morgen noch im DINA5-Format ausdrucken und mittels Einlegen in schwarzem Tee auf alt trimmen, um sie dann zum Drachenfest mit zu bringen. Da wir im Blauen Lager ja auch unter anderem viele Spanier haben natürlich in englischer Sprache.

Wie gefallen sie Dir?

07/19/17

Askirs Hut wird aufgemotzt #4

Nicht nur, dass ich gestern einige mögliche Hutkarten grafisch gestaltet habe (siehe Beitrag hier) – gestern kam auch das Paket von Marfworks bei mir an. In dem befanden sich die tollen Stickereien auf dem von mir auch für die Kleidung (sprich: Weste mit Stehkragen) verwendeten Leinenstoff. Links das Symbol der Galeasse Gorgon, auf der ich auch dieses Jahr wieder zum Drachenfest fahre. Rechts das Symbol der „Blaufüchse“, der Diplomaten des Blauen Lagers.

Diese sollen ja auch Askirs Hut drauf. Jetzt gibt es dafür zwei Varianten: Einmal als Stoffstreifen (links) und einmal als runde Aufnäher (rechts). Was meinst Du?

Was die hochgeklappte Seite angeht habe ich mal eine Grafik gemacht mit nur zwei Karten und dem Symbol des blauen Lagers. Bei den Karten handelt es sich um den Blauen Drachen und das Logo der Gischtgeborenen. Einmal mit fabrigen, einmal mit Karten in Schwarz-Weiß. Auch dazu interessiert mich Deine Meinung: Hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite hier. 😉

07/18/17

Die 1. Hutkarten für Askir

Als Architektensohn, der selber etliche Jahre in der Branche gearbeitet und ein paar Semester studiert hat, begleitet mich das Zeichnen schon mein ganzes Leben. Eigentlich verrückt, dass ich – von den Kleidungsskizzen – bisher so wenig fürs Larp gezeichnet habe. So richtig habe ich das erst mit meinen Skizzen für das Blutbrevier von Anselm angefangen (hier). Aber das ist ja was, was man ändern kann. Erst mit den Zeichnungen für das „Kompendium der Seemannschaft“ (Beitrag hier) und jetzt sitze ich an Zeichnungen für Hutkarten. Also an Karten, die an Askirs Hut dran sollen (so in etwa wie hier gezeigt).

Beim Zeichnen ist es übrigens wie bei den meisten kreativen Sachen: Es gibt Tage, da sitze einfach kein Strich und nach Stunden hat man dann etliche Skizzen, aber keine davon flasht einen. Dann gibt es aber auch Tage, an dem es einfach fluppt. So ein Tag war vorgestern. An sich toll, aber die meisten Ergebnisse waren vom Format dann doch irgendwie nicht für eine Hutkarte geeignet. Daher kommen zum Beispiel die folgenden zwei Zeichnungen auch erstmal ins Archiv und werden sicher irgendwann dann für ein anderen Projekt genutzt.

Aber auch heute hat es sowohl analog mit Bleistift und Tuschestift als auch digital mit Photoshop gut funktioniert und diese drei Karten sind – sowohl in Schwarz-Weiß, als auch farbiger Variante – entstanden. Die Karte mit der Meerjungfrau bzw. Nixe wird es wohl nicht auf Askirs Hut schaffen. Da haben der blaue Drache und das Symbol der Gischtgeborenen schon bessere Chancen … 😉

07/16/17

Reisebericht: Askirs 2. Besuch in der „BarLou“

Eigentlich war Askir IT ja auf der „Knurrhahn“ unterwegs zu einem Rendevouz mit der „Gorgon“, um als Rudergänger der Galeasse zum Fest der Drachen zu segeln. Aber während die Galeone durch eine Nebelbank segelte ging Askir vom Bug zum Heck – und irgendwo auf dem Weg stellte er sich die Frage, wieso auf den Planken Laub liegt und der Mast eine Rinde und Äste hat … Rausgekommen ist er natürlich in Dargaras, dem Land hinter dem Nebel. Seine ersten Tavernen hat Askir vor vielen Jahren hier eröffnet, doch landete er in der Nähe der Taverne „BarLou“ und stolperte dabei noch über Alanis, die eigentlich auch woanders hin wollte.

Soweit zur Vorgeschichte zum Geburtstagscon von Alex und Torsten, die selber mit ihrem dargaresischen bzw. dorlónischen Charakter anwesend waren, während sich die Gebrüder Darko um die Taverne und Gäste kümmerten (schließlich gehört sie ihnen IT auch). Auch wenn für mich überraschend wenig Leute da waren, habe ich mich über jede Einzelne und jeden Einzelnen gefreut, den ich dort wieder gesehen habe. Auf Grund eines Depressionslochs in den letzten Tagen habe ich mit mir gerungen überhaupt hin zu gehen, aber es hat sich gelohnt – eben besonders wegen den Freunden, mit denen ich zu einem großen Teil schon seit vielen Jahren larpe.

Dazu gehört zum Beispiel Nina, die mich mit ihren netten Worten ganz am Anfang schon eingefangen hat. Basti, der in zwei Rollen wieder gezeigt hat, was für ein toller Rollenspieler er ist. Charly, der ich immer gerne zuhöre und hoffe sie als Missi nicht das letzte Mal gesehen zu haben. Uli, der man so als auch mit Khai-Thee einfach zu selten sieht. Jutta, bei der ich mich immer freue wenn sie mit dabei ist und mit der ich 2001 meine ersten Larp-Schritte gewagt habe. Sonja, bei der ich hoffe dass man sich in Zukunft nicht nur in der BarLou über den Weg läuft. Aileen, bei der ich nie erwartet habe jemals zu sehen, wie sie auf dem Tisch tanzt.

Mit vielen hatte ich interessante Gespräche. Nachmittags waren auch viele Kinder mit dabei, für die Charly einen schönen, kleinen Kinderplot mit Schatzsuche organisiert hatte, in dem ich mit Askir auch eine kleine Rolle übernehmen und mir die Geschichte der Meerjungfrau Lilli Becher anhören durfte. Wobei ich übrigens festgestellt habe, dass die Tochter von Patrick (der leider nicht mit dabei war) echt aufgeweckt ist. Abends kam dann eine (bisher unbekannte) Familie Spielleute aus Dargaras, die dann mit Musik und ihrer Performance für gute Stimmung sorgten.

Aber wie es auf einer guten Rollenspiel-Taverne der Fall ist wurde nicht nur gefeiert, getrunken, gegessen, gesungen und getanzt. Es gab auch Einiges an Landeshintergrund, der für Askir in der Form doch relativ neu war und mir sogar für die Zukunft neue Spielansätze und Möglichkeiten bieten wird. Es fing damit an, dass ich bei einem Gespräch zuhörte, bei dem es um Pamphlete ging, die im Land die Bevölkerung gegen die Fahrenden aufhetzen. Was schon dazu führt, dass Fahrende aus Tavernen raus geprügelt wurden, obwohl sie in Dargaras seit Äonen die Herrscher stellen. Nach Meinungen einiger ist das Propaganda, das nur zu einem Bürgerkrieg führen kann.

Die Ansätze reichten von „Ignorieren“ über den ominösen angeblichen Verfasser Umag Söyze zu finden und unschädlich machen bis zu den Verfasser zu einer Diskussion einzuladen und die Bevölkerung mit Argumenten zu überzeugen (was wohl der Ansatz des Herrschers Rimas Jargo ist). Askir jedoch ist in der Gosse aufgewachsen, ist lange genug vor dem Mast gefahren und hat sich eine Nähe zu den unteren Schichten bewahrt, so dass er einen anderen Ansatz für sinnvoller hält …

Ein wirklich gelungener Tag. Danke an Torsten und Alex, dass ich dabei sein durfte. 🙂

07/14/17

Askirs Hut wird aufgemotzt #3

Nachdem mein Großprojekt, das Kompendium, jetzt fertig ist, habe ich wieder die Zeit die letzten Änderungen an Askirs Kleidung vorzunehmen. Dazu zählt bekanntlich auch sein Hut. Heute hat mir Maike von Marfworks mitgeteilt, dass die Stickereien unterwegs sind.

Zeitgleich mache ich mir Gedanken über die Karten an der hochgeklappten Krempe und habe schon mit ein paar Skizzen angefangen, wobei zwei davon schon beim Zeichnen der Flaggen für das Kompendium entstanden sind. Das ist der aktuelle Stand der Skizzen:

Und so könnte das dann am Hut aussehen, wobei die Stoffstreifen mit den aufgestickten Logos der „Blaufüchse“ und der „Gorgon“ schon feststehen, um mich als Diplomat des Blauen Lagers und als Mitglied der Schiffsgemeinschaft der „Gorgon“ auszuweisen:

Wenn ich es mir jetzt so betrachte glaube ich jedoch, dass drei Karten too much sind und es zwei Karten auch machen würden. Dabei tendiere ich derzeit zu dem Symbol „Delphin & Wal“ und zur barbusigen Meerjungfrau.

Auch zu sehen ist auf den Fotos übrigens das neue Kopftuch. Davon habe ich mir mehrere gekauft, um sie als Kopf-, aber auch als Halstuch zu nutzen. Nach dem „Zeit der Legenden“ habe ich mich dazu entschieden, um bei so heißem Wetter die Tücher nass machen zu können. Das habe ich früher beim CoM gemacht und das tut auf der Haut richtig gut.

07/13/17

Askirs Kompendium der Seemannschaft

[English Text below]

Das erste Mal, dass ich mich an ein Kompendium ran gesetzt habe, war 2011 – damals noch mit meinem Charakter Kapitän Myron d’Auras als Autor. Ich hatte immer wieder vor weiter zu machen und es endlich mal als richtiges Buch fertig zu stellen. Als ich vor ein paar Wochen einen Beitrag über Seemannschaftswissen im Drachenfest-Forumsbereich des Blauen Lagers las, hat es mich dann gepackt. Meine Frau hat in den letzten Tagen und Wochen fast nur meinen Rücken gesehen, aber wenn ich jetzt das Buch in den Händen halte, dann finde ich, dass es die Arbeit wert war.

Die Arbeit hat mir auch Spaß gemacht und ich freue mich auch darauf, wenn das Kompendium von möglichst Vielen im Spiel genutzt wird. Wer jedoch seine Anerkennung auch durch eine kleine Spende ausdrücken möchte, der kann das über mein Paypalkonto kontakt@hagenhoppe.de gerne machen.

Den Druck des Kompendiums habe ich – wie auch schon zuvor das Blutbrevier und das Veni Mecum – bei Sedruck machen lassen. Die Qualität und die Geschwindigkeit (gestern bestellt, heute schon da) haben mich auch dieses Mal wieder überzeugt. Es ist ein Buch in DINA4-Hardcoverbindung, Bindeseite an der langen Seite, Buchdeckel aus blauem Leinen, zwei weißen Lesebändern und einem leeren Vor- und Nachsatzblatt. Zudem verfügt es über ein Kapitalband und ist mit seinen 231 SW- und 20 Farbseiten doppelseitig bedruckt auf weißem 120 g/m² Papier. In der Ausfertigung kostet es inkl. Versand und Mehrwertsteuer ca. 48 €.

Der Druck und die Nutzung des Kompendiums der Seemannschaft fällt unter Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung). Mehr Infos darüber findest Du hier. Keine Bearbeitung bedeutet auch, dass das Kompendium nur im Gesamten und nicht in einzelnen Teilen verwandt werden darf, was natürlich auch für die Grafiken gilt.

Ich freue mich, wenn Du das Kompendium nutzt, Spaß daran hat und es Dir gefällt. Das Kompendium findet sich als PDF-Datei hier: Klick! Und hier schon mal ein paar Eindrücke:


The first time I started to write a LARP naval compendium was in 2011 – my character Captain Myron d’Auras was the author then. Until that time, I’ve been planning to go on with this project and aim for finishing my first proper book. Some weeks ago, I read a post about naval knowledge at the Blue camp’s subforum at the Drachenfest forum. And then the motivation finally kicked in. I think my wife got used to communicate with my backside in the last days and weeks, but know, as I hold the book in my hands, I think it was totally worth every effort.

Working on this was fun, too, and I am looking forward to see the compendium become part on the play of many other players. But if you want to express your undying appreciation for my work, there is a paypal account that might need some feeding: kontakt@hagenhoppe.de

The print job has been done – as it has been done with my Blutbrevier and my Veni Mecum – by Sedruck. Quality and speed (I ordered the book yesterday, it arrived this afternoon) convinced me once again. The facts about the printed book: DINA4 size (21×29,7 cm), Hardcover, long side binding, book cover with blue lining, two white sorting belts, the 231 bw-sites and twenty coloured sites as two-sided print on 120 g/m² paper. The costs are 48 € with transport in germany.

Printing and using the LARP naval compendium is permitted at Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0 (Attribution, NonCommercial, NoDerivatives). For more Information see here.

I am very happy if you like my work and use it in your game. The compendium as a .pdf file can be found here: Klich. And here are some first expressions …


07/12/17

(Ex-)Portwein aus Yddland

Schon am Tag der Gründung der Handels-Kompagnie Havena vor einigen Jahren haben die Hauptgesellschafter Enrico und Askir Handelskontrakte mit Yddland geschlossen, unter anderem natürlich für den guten Portwein aus Yddland. Daher hat Askir auch immer wieder Portwein dabei, wobei es natürlich sehr gut passt, dass ich selber sehr gerne Portwein trinke. Nachdem ich die ganzen Jahre die gekauften Flaschen so dabei hatte, wird es endlich Zeit diese Flaschen auch – wie schon die von Brasov hier – mit einem eigenen Etikett zu versehen. Diese hier:

06/21/17

Askirs Hut Wird Aufgemotzt #2

Ergänzend zum gestrigen ersten Beitrag über das Update von Askirs Hut hier habe ich die Konzeptzeichnung für die Wimpel der „Blaufüchse“ und der „Gorgon“ nochmal überarbeitet. Die Wimpel werden nämlich noch mit Handnähten versehen, damit sie nicht zu sehr ausfransen. Vielleicht lasse ich sie aber unten „offen“, damit sie dort gerade eben ausfransen und etwas „used-look“ erhalten. Im Laufe der Woche noch gehen die Stoffe raus an Marfworks, die mir freundlicherweise die Stickereien macht, damit ich den Hut dann hoffentlich zum Drachenfest neu gestaltet habe.

Natürlich konnte ich es nicht lassen mir weiter Gedanken über die neue Gestaltung der hochgeklappten Seite des Hutes zu machen. Bei einem längeren Spaziergang heute morgen durch den noch kühlen Wald kam mir dann der Gedanken zu einer Art „Spielkarte“ am Hut, der mit unterschiedlichen Zinnsymbolen kombiniert wird. Dabei ist das Symbol des blauen Lagers auf jeden Fall gesetzt.

Die Karte (es muss nicht zwingend eine Spielkarte sein) wird von mir selbst gestaltet. Das Motiv (ein gezeichnetes Gesicht von Askir) auf den folgenden Fotos ist natürlich nur ein Platzhalter und wird noch ersetzt. Eine vage Idee für ein neues Motiv habe ich schon, aber dafür muss ich mich erstmal ans Zeichenbrett setzen. Und dann muss ich noch klären, wie man die auf dickerem Papier gedruckte Karte in einen „used-look“ und dann noch möglichst gut gegen Feuchtigkeit geschützt bekommt.

Im Folgenden ein paar Fotos mit Gestaltungsoptionen mit verschiedenen Zinnabzeichen, die ich bei Godon, dem Zinngießer, IT erworben habe. Dabei handelt es sich um eine Scheibe mit Delphinmotiven aus dem Horasreich, dem Symbol des Blauen Lagers, einen Delphin und einem Wal sowie den Symbolen von Aves (C) und Efferd (D). Ich bin noch am grübeln, aber welche Kombination (oder Alternative) würdest Du nehmen?

06/19/17

Askirs Hut wird aufgemotzt #1

Askir hat einen tollen Hut – aber irgendwie ist er mir zu schlicht. Am Anfang hatte er außer die tollen Federn nur das Symbol des Blauen Lagers und von Aves drauf. Zum Zeit der Legenden habe ich jetzt einen blauen Stoffstreifen auf die hochgeklappte Seite gepappt und auf ihm das Symbol Efferds, daneben das Symbol des Blauen Lagers. Zufrieden bin ich aber immer noch nicht und zerbreche mir ergo weiterhin den Kopf, wie man die Seite noch aufmotzen kann.

Auf der anderen Seite hatte ich lange nix, aber dann während des letzten Drachenfestes das neue Symbol der „Blaufüchse“, der Diplomaten des Blauen Lagers, drauf. Ich finde das hat schon gut ausgesehen und hat die Leere gefüllt, auch wenn es in der Art etwas überdimensioniert war.

Ergo habe ich überlegt, was auf diese Hutseite festgenäht werden kann und habe ich mich letztendlich für zwei kleine „Banner“ entschieden. Grundlage soll jeweils der Leinenstoff sein, den ich als Ober- udn Leinenstoff für meine Westen benutze. Auf dem naturfarbenen Leinenstoff möchte ich in Blau das Symbol der „Blaufüchse“, der Diplomaten des Blauen Lagers (denen ich meiner Planung nach auch 2017 angehören werde), aufsticken lassen. Auf dem blauen Leinenstoff soll das Symbol der „Gorgon“, der Galeasse von Don Arktos, gestickt werden. Von dem Schiff, auf dem ich fürs Drachenfest gerne immer wieder anheuere.

Ich bin immer noch total happy, dass man mich nach dem Drachenfest 2014 gefragt hat, ob ich nicht bei den vereinigten Crews mehrerer Schiffe, zu denen auch die „Gorgon“ zählt, lagern möchte. Ergo habe ich 2015 das erste Mal für die Fahrt zum Drachenfest bei Don Arktos angeheurt, was durch seine Herkunft aus Aventurien ja auch gut zu Askir passte. Ich bin viel unterwegs, aber es ist immer schön ins Lager zurück zu kommen – es hat (wie Millas Gasthaus auf dem ZdL) etwas von „in den Heimathafen einlaufen“. Die Zusammengehörigkeit mit der Gruppe möchte ich zukünftig auch stärker betonen und zeigen – eben mit dem Symbol der Gorgon am Hut.

So in etwa könnten dann die beiden Wimpel am Hut aussehen (wahrscheinlich sind sie aber etwas größer und seitlicher angebracht):

06/6/17

Elitawana: Eine Niederlage und die Hoffnung der Freiheit

Aus den Heckscheiben blickt Askir auf die See hinaus. Die Sonne war schon unter der Kimm verschwunden und der Himmel ist in die unterschiedlichsten Blautönen getaucht. Askirs Körper folgt wie selbstverständlich dem Rollen und Stampfen des Schiffes, das mit geblähten Segeln durch die See schneidet. An seine Ohren dringt das Knarzen des Holzes, das Knirschen der Taue, die Rufe der Seefahrer und die Geräusche von Füßen auf dem Deck über seinen Kopf.

Endlich wieder auf See. Endlich wieder unterwegs auf der Weite des Ozeans. Endlich wieder auf Fahrt mit seiner „Knurrhahn“. Ohne Angst auf das nächste Schiffsunglück, denn Efferd bestimmt über unser aller Schicksal und er entscheidet über Wohl und Wehe auf See.

Erst wenige Tage war Askir aus Elitawana zurück in seine Zeit und seine Welt zurück geworfen worden, als seine Schivone „Knurrhahn“ in den Hafen von Brabak einlief. Unmissverständlich ein Zeichen.  Eigentlich für die Handels-Compagnie auf Handelsfahrt unterwegs hatte Askir das Schiff kurzentschlossen für sich mit neuer Order versehen.

Nun segelt die Galeone mit Kurs über die Zyklopeninsel zu den Drachenlanden.  In der Hoffnung, dass sich auf dem Kurs die Silhouette der Galeasse „Gorgon“ über der Kimm zeigt. Dem Schiff von Kapitän Don Arktos, auf dem sich Askir auf der Fahrt in die Drachenlande schon öfter als Rudergänger anheuern ließ. Am Ruder eines Schiffes voller alter Kameraden und Freunden in die Drachenlande zu segeln klang immer noch gut.

Der Mann, der das Gefühl hat, das sein ohnehin schon bewegtes Leben abermals mit zielstrebigem Kurs auf den nächsten Sturm zusteuert, starrt weiter in die einsetzende Dunkelheit. Einer Metapher, wenn er an die Ereignisse in Elitawana zurück denkt: Die Erschaffung der pervertierten Avatare der Drachen. Möglicherweise hätte es schlimmer kommen können, aber nur wenig war jemals so weit von einem Sieg entfernt.

Sie hatten verloren. Der Hexer hatte sein Ziel erreicht. Es waren Avatare in den Kreis gerufen worden, welche die dunklen Seiten der Drachen in sich vereinten. Doch das erste Mal war Askir froh, dass der Blaue Drachen in der ersten Drachenwelt noch nicht erwacht war. Die Gier wurde bei der Erschaffung des schwarzen Avatars verortet, doch es gibt keinen Gegenavatar zum Blauen.

Und nicht zum Wandel. Wenn dem Steinmetz von Elitawana, der schon mehr als ein Menschenalter zu leben scheint, zu trauen ist, dann ist der Drache des Wandels dabei zu erwachen. Das Chaos, das immer seine Eigenständigkeit ohne Drachen betont hat, würde damit als Lager des ewigen Wandels mit einem Drachen am Wettkampf teilnehmen.

Ein leichtes Lächeln kann sich Askir nicht verkneifen: Das könnte einige Chaospriester in Deutungsschwierigkeiten bringen und interessant werden. Doch letztendlich spielt der Name oder das Wesen eines Avatars nur eine untergeordnete Rolle, wenn sich dort weiter Dämonenpaktierer herumtreiben.  Er reibt sich die Augen. Und dann ist da noch die Sache mit Harold …

Doch aus den Nebelschwaden schlechter Nachrichten gleitet ein Schiff hervor, dass sich Hoffnung nennt. Am Masttop des Schiffes weht die Fahne der Freiheit. Eine Hoffnung, die ebenfalls in Elitawana neue Nahrung erhielt.

Er war in einer Vision dabei, als die Freiheit in der ersten Drachenwelt aus einem hohlen Wort zu einem Aufruf zur Tat wurde. Als sich die ersten Frauen und Männer im Geheimen zusammen fanden, um die Freiheit für sich und Andere zu erkämpfen. Sie übernahmen die Verantwortung und handelten. Sie überfielen Ortschaften nicht zum Plündern und Töten – nur der Freiheit der dort festgehaltenen Sklaven galt ihr Streben.

Dieser Freiheit hatte sich Askir auch verschrieben, als er sich vor einigen Jahren von Tiberius Graufuchs mit dem Wasser aus dem Kraftplatz des Blauen Avatars taufen ließ. Er erinnert sich auch daran zurück, als viele Blaulageristen vor dem Avatar Zeugnis ablegten über den Grund ihres Kommens:  nicht wegen der Gier, wegen der sie sich im Lager fortlaufend gegenseitig bekämpfen müssten, sondern wegen dem unbändigen Willen zur Freiheit.

Das war auch zentrales Thema, als Askir in Elitawana dem grauen Helden den blauen Weg erklärte. Dass selbst die Halsabschneider, die dem Weg des Blauen folgen, um den Wert der Freiheit wissen und auch die Verantwortung kennen, die dieser inne wohnt. Als Ausgleich zur Tyrannei des Kupfernen sind wir es, die den Einzelnen, seine Träume und Wünsche, vor dem Zwang bewahren.

„Wir haben natürlich Handelsfahrer und Piraten“, sprach daraufhin sinngemäß der graue Held. „Aber auf der weiten See gibt es noch viel Platz und vor allem hinter den Inseln ist der Ozean noch unerforscht. Vielleicht wäre das ein Ort, an dem ihr die Freien hinführen könnt und sie frei sein können.“

Die Weite des Meeres, die wilden Wogen und sanften Wellen, der stürmische und laue Wind, die launische See, der unbeugsame Ozean als neue Heimat der Freien in der ersten Drachenwelt. Ein Gedanke des grauen Helden, den Askir auch an Lydia, der wohl ersten Blauen aus den Einwohnern der ersten Drachenwelt, weitertrug. Und er sah das Leuchten in ihren Augen.

Ein Lächeln umspielt seine Lippen. Bei allen schlimmen Ereignissen in Elitawana gibt es auch allen Grund für Freude und Hoffnung. Der Blaue Drache erwacht und der Ruf nach Freiheit wird immer stärker. Der Blaue Weg, die eigene Freiheit und die Freiheit Anderer zu erkämpfen und zu verteidigen und mit Verantwortung gemeinsam dafür einzustehen, gewinnt an Bedeutung.

Jetzt gilt es noch diesen Gedanken auch beim Fest der Drachen festzuhalten, weiter zu tragen und mit Leben zu füllen.